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Brexit: Bank Nomura zieht von London nach Frankfurt

Frankfurt: Die Banken-Metropole wird EU-Standort von Nomura. Keystone

Frankfurt kann vom Brexit profitieren: Die japanische Grossbank Nomura kürt die deutsche Bankenmetropole als ihren neuen EU-Standort.

Veröffentlicht am 27.06.2017

Die japanische Bank Nomura hat sich für Frankfurt als künftigen EU-Standort entschieden. Um auch nach dem Brexit alle Dienstleistungen in der Europäischen Union anbieten zu können, beantragte die Bank eine Lizenz für eine neue Tochtergesellschaft am Main, wie Nomura am Dienstag mitteilte. Wie viele Arbeitsplätze Nomura nach Frankfurt verlagert, blieb zunächst offen.

Nach dem geplanten EU-Austritt Grossbritanniens brauchen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, um ihre Produkte und Dienstleistungen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten vertreiben zu dürfen.

Tausende neue Stellen

Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den nächsten zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen. Erst vergangene Woche hatte Japans zweitgrösster Wertpapierhändler Daiwa Securities angekündigt, eine Lizenz für eine neue Tochter in Frankfurt zu beantragen. Der Standortvermarkter Frankfurt Main Finance rechnet in den nächsten Wochen mit weiteren Entscheidungen. Die «Welt am Sonntag» hatte berichtet, die US-Investmentbank Morgan Stanley wolle ihr Personal in Frankfurt auf rund 400 Banker verdoppeln.

(reuters/mbü)

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