Die britische Notenbank hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Wie die Bank of England am Donnerstag in London mitteilte, bleiben der Leitzins und das Volumen der Anleihekäufe unverändert. Der Leitzins beträgt damit weiter 0,5 Prozent.

Dort liegt er seit mittlerweile mehr als fünf Jahren. Das Anleihekaufprogramm, mit dem die Konjunktur zusätzlich angekurbelt wurde, blieb ebenfalls unangetastet. Mit diesem Programm hat die Notenbank bis zum Spätherbst 2012 Wertpapiere im Wert von 375 Milliarden Pfund (rund 573 Milliarden Franken) gekauft.

Erste Zinsanhebung in diesem Jahr

Die Entscheidungen der Notenbank wurden von Analysten erwartet. Ebenso wird damit gerechnet, dass die Bank of England in absehbarer Zeit als erste grosse Notenbank die Zinswende vollzieht. Möglicherweise kommt eine erste Zinsanhebung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise noch in diesem Jahr.

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Notenbankchef Mark Carney hatte diese Möglichkeit Mitte Juni indirekt in Aussicht gestellt. Die britische Wirtschaft wächst zurzeit so stark wie keine andere grosse Industrienation. Gegen die stark steigenden Häuserpreise hatte die Notenbank unlängst eine moderate Verschärfung der Kreditvergabebedingungen beschlossen.
 

(sda/me)