Die staatlich kontrollierte Royal Bank of Scotland (RBS) will ihr Investmentbanking weiter zurückstutzen. Wie die britische Grossbank mitteilt, führt das Management Gespräche über eine Veräusserung des Aktienderivate-Geschäfts.

Branchenkreisen zufolge hat Frankreichs grösste Bank BNP Paribas die besten Chancen auf den Zuschlag. Beide Institute wollten sich dazu nicht äussern. Ein Volumen der Transaktion wurde nicht genannt.

Folge der 54-Milliarden-Spritze

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RBS gehört zu 81 Prozent der Regierung. Das Geldhaus wurde 2008 in der Finanzkrise mit umgerechnet 54 Milliarden Euro vom Staat gerettet. Seitdem hat es sein Investmentbanking drastisch zurückgefahren und konzentriert sich auf Drängen der Politik stärker auf die Kreditvergabe an heimische Firmen und Verbraucher. Der neue Bankchef Ross McEwan arbeitet derzeit an einem umfassenden Strategiekonzept. Die Ergebnisse will er im Februar vorlegen.

(reuters/chb/aho)