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Brüssel hat die Basler Clariant im Visier

Clariant: Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gestartet. Keystone

Die Europäische Kommission hat eine Untersuchung gegen Clariant gestartet. Brüssel will herausfinden, ob der Basler Chemiekonzern gegen Wettbewerbsregeln verstossen hat.

Veröffentlicht am 26.07.2017

Der Chemiekonzern Clariant ist ins Visier der europäischen Wettbewerbsbehörde geraten. Es geht offenbar um Absprachen beim Einkauf des Gases Ethylen. Ethylen wird unter anderem zur Herstellung von Plastik verwendet.

Clariant sei Teil der wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der Europäischen Kommission betreffend den Beschaffungsmarkt für Ethylen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Das Unternehmen unterstütze die zuständige Behörde, heisst es weiter. Weitere Angaben oder Kommentare macht Clariant in der Meldung nicht. Nicht nur Clariant wird der Absprachen verdächtigt: Brüssel untersucht auch die Rolle des US-Konzerns Celanese, wie Celanese bekanntgab.

EU-Kommission führte Razzien durch

Die EU-Kommission erklärte, es habe am 16. Mai Durchsuchungen in verschiedenen EU-Ländern gegeben. Namen der betroffenen Firmen nannte die Brüsseler Behörde wie üblich nicht. Bei einem Verstoss gegen die Kartellvorschriften können die Wettbewerbshüter gegen Unternehmen Strafen in Höhe von bis zu zehn Prozent des Umsatzes verhängen.

Clariant präsentiert am (morgigen) Donnerstag seine Halbjahresergebnisse. Im Zentrum des Interesses steht auch der Streit um eine Fusion: Die Spezialchemiefirma will sich mit dem US-Konzern Huntsman zusammenschliessen. Ein US-Investor will das aber verhindern.

(reuters/mbü)

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