Zum zweiten Mal innert fünf Monaten befasst sich der Nationalrat mit der schweizerischen Steuer- und Finanz(aussen)politik. Hatte im vergangenen Oktober der Steuerstreit mit der EU zu einer Sonderdebatte Anlass gegeben, so dreht sich die dringliche Debatte von dieser Woche zusätzlich um die Steueraffäre Deutschland/Liechtenstein, den Schutz des Bankkundengeheimnisses und die Folgen der globalen Finanzmarkt- und Bankenkrise für die Schweiz.

Konkrete Ergebnisse wird diese dringliche Debatte, die von SVP und SP gefordert worden war, keine ergeben. Aus den Vorstössen geht jedoch hervor, dass die Parteien vom Bundesrat ein aktiveres Vorgehen erwarten, wobei die Stossrichtung je nach Standort der Urheber verschieden ist. So will die SVP einen besseren Schutz des Bankkundengeheimnisses, während der SP der «Steuerfluchthafen Schweiz» ein Dorn im Auge ist.