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BSI-Übernahme drückt den EFG-Gewinn

EFG: Schmiedet mit der BSI eine der grössten Privatbanken des Landes. Keystone

Das erste Halbjahr war kein Zuckerschlecken für die Bank EFG International. Risikoscheue Kunden und die Übernahme des Tessiner Geldhauses BSI drücken auf die Profitabilität der Zürcher.

Veröffentlicht am 27.07.2016

Die Vermögensverwalterin EFG International hat ein schwieriges erstes Halbjahr hinter sich. Zurückhaltende Kunden, die BSI-Übernahme, hohe Anwaltskosten und das Lebensversicherungsgeschäft drückten bei der Privatbankengruppe auf die Profitabilität. Gegenüber der Vorjahresperiode hat sich der Reingewinn im ersten Semert mehr als halbiert. Er ist von 48 Millionen Franken auf 22,3 Millionen Franken gefallen, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Der Gewinnrückgang ist vor allem auf Sonderkosten zurückzuführen. So verbuchte die Bank insgesamt 15 Millionen Franken für die Übernahme von BSI, für Rechtsstreitigkeiten, das Kostensenkungsprogramm und ein Rekrutierungsprogramm.

Gegenwind im ersten Semester

Aber auch ohne diese Sondereffekte verspürte der Vermögensverwalter in den ersten sechs Monaten Gegenwind. So drückten die Risikoscheu der Anleger und die ungünstigen Wechselkurse auf die Erträge. Sie sanken gegenüber der Vorjahresperiode um 3 Prozent auf 341,7 Millionen Franken. Dazu kam ein Verlust von 0,8 Millionen Franken im Geschäft mit Lebensversicherungen.

In Bezug auf die Übernahme der Bank BSI teilte EFG International mit, dass sie bei der Vorbereitung für die Integration dem Plan voraus sei. Am Dienstag haben die Aktionäre einer weiteren Kapitalerhöhung zugestimmt, wie EFG bereits gestern meldete. Der Abschluss der Transaktion soll, wie bereits früher angekündigt, im vierten Quartal des laufenden Jahres erfolgen.

(sda/ise/me)

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