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BSI-Übernahme kommt EFG jetzt günstiger

BSI: In Geldwäsche-Skandal verwickelt. Keystone

EFG International muss deutlich weniger für die Privatbank BSI zahlen als zunächst abgemacht. Kunden ziehen umfassend Gelder ab, das schmälert den Wert.

Veröffentlicht am 10.08.2016

Nachdem Kunden Milliarden von der Privatbank BSI abgezogen haben, muss der Schweizer Vermögensverwalter EFG International weniger für die Übernahmen des Rivalen auf den Tisch legen. EFG rechnet nun mit einem Kaufpreis von 1,05 Milliarden Franken, teilte EFG am Mittwochabend mit. Das sind fast 300 Millionen Franken weniger als ursprünglich vereinbart. Der Kauf soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Bei der in den Geldwäsche-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB verwickelten BSI zogen die Kunden im zweiten Quartal netto 6,3 Milliarden Franken ab. Noch gehört die Tessiner Privatbank der brasilianischen Investmentbank BTG Pactual. Diese geriet nach der Verhaftung ihres Gründers inmitten einer Korruptionsaffäre in Turbulenzen und veräusserte das Institut an EFG. Mit dem Deal steigt EFG zum fünftgrössten Schweizer Vermögensverwalter auf.

(reuters/me)

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