Eine starke Nachfrage nach Landmaschinen, Hydraulik-Komponenten und Anlagen zur Glasbehälterherstellung haben Umsatz und Gewinn von Bucher Industries deutlich erhöht. Die Einnahmen für das erste Halbjahr beliefen sich auf 1,15 Milliarden Franken, wie das Unternehmen mitteilte. In Franken ist das eine Steigerung von 10 Prozent, in lokalen Währungen von 23 Prozent. Der Gewinn stieg um 27 Prozent auf 55,1 Millionen Franken.

Da Bucher in zahlreichen Ländern tätig ist und Materialien weltweit einkauft, blieben allzu negative Folgen der Frankenstärke für das Schweizer Unternehmen aus. Daneben griff die Gruppe zu Wechselkursabsicherungen als Mittel gegen die für den Export bedrohliche Kursentwicklung.

Vom Aufschwung ausgenommen ist die Unternehmenssparte Bucher Municipal, die Kommunalfahrzeuge herstellt. Da die Käufer dafür vor allem staatliche Auftraggeber sind, bekam Bucher dort die Verschuldung zahlreicher Länder und die Sparbemühungen verschiedener Regierungen zu spüren.

Die Kommunalfahrzeugsparte habe ausserdem unter dem heftigen Wettbewerb in der Branche gelitten, hiess es. In diesem Unternehmensteil erwies sich der starke Franken doch als Nachteil.

Erstmals in der Geschichte des Traditionsunternehmens stieg die Zahl der Stellen über die Zehntausendermarke: Ende Juni wies die Gruppe nach zwei Zukäufen einen Personalbestand von 10'033 auf. Das Wachstum der Gruppe führte allerdings auch zu einer höheren Nettoverschuldung.

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(cms/tno/sda)