Beim Maschinenbauer Bucher Industries schlägt der Franken-Schock zu Buche. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 9 Prozent auf 648,6 Millionen Franken. In Lokalwährungen wäre der Umsatz lediglich um 3,5 Prozent geschrumpft.

Den Rückgang habe man erwartet, teilte Bucher Industries in einem Communiqué mit. Im ersten Quartal habe sich in Europa die konjunkturelle Entwicklung insgesamt etwas verlangsamt. Während sich der Abschwung in der Landwirtschaft fortsetzte, blieb in Europa der Markt für Gemeindefahrzeuge auf tiefem Niveau stabil.

Unter den Erwartungen

Brasilien schwächte sich deutlich ab, während Asien sich verhalten entwickelte. Dagegen blieben die Marktaktivitäten in Nordamerika lebhaft.

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Der Auftragseingang sank um 9,7 Prozent auf 637,2 Millionen Franken. In Lokalwährungen wäre er lediglich um 3,7 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode geblieben.

Mit den Zahlen blieb Bucher Industries etwas unter den Erwartungen der Finanzgemeinde. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 658 Millionen Franken und einem Auftragseingang von 646,8 Millionen Franken gerechnet.

Zögern der Kunden

Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei Bucher Specials. Die Division spürte das Zögern der Kunden bei Investitionen in Fruchtsaft- und Bierfiltrationsanlagen. Der Landmaschinenhersteller Kuhn Group konnte sich der weltweit rückläufigen Nachfrage nach spezialisierten Landmaschinen nicht entziehen. In der grössten Division ging der Umsatz um 10,3 Prozent zurück.

Trotz eines Folgeauftrags der Stadt Moskau in Höhe von 30 Millionen Franken für Gemeindefahrzeuge war die Geschäftsentwicklung von Bucher Municipal rückläufig. Denn der Folgeauftrag lag um 23 Millionen Franken unter dem Grossauftrag aus der Vorjahresperiode.

Festhalten an Zielen

Bucher Hydraulics entwickelte sich sehr gut und in Europa übertraf der Geschäftsgang das Marktniveau deutlich, wie es hiess. Emhart Glass verzeichnete eine starke Nachfrage im Ersatzteil- und Servicegeschäft und steigerte den Auftragseingang.

Für das laufende Jahr 2015 bestätigt der Konzern die Prognosen. Demnach sei keine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds zu erwarten und die Unsicherheiten bei den Wechselkurseffekten blieben hoch.

Landmaschinen schwächer erwartet

Der Markt für Landmaschinen der Kuhn Group dürfte noch einmal leicht nachgeben, während bei den Gemeindefahrzeugen trotz des im Februar 2015 eingegangenen Folgeauftrags aus Moskau der Umsatz deutlich zurückgehen werde.

Bucher geht davon aus, dass der Umsatz im laufenden Jahr währungsbedingt um über 10 Prozent schrumpfen wird, wie Konzernchef Philip Mosimann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Das Betriebsergebnis dürfte etwas stärker um rund 15 Prozent abnehmen.

(sda/tno/ama)