Der schweizweit aktive Buchvertrieb OLF zieht nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) Konsequenzen. Das Unternehmen mit Sitz in Corminboeuf FR will ab Mai einen Teil der Löhne der 159 Angestellten senken.

Löhne unter 4'000 Franken pro Monat will OLF nicht antasten. Vorgesehen sind aber Senkungen von 4 Prozent für Löhne über 4'000 Franken, von 7,5 Prozent für solche über 6'500 Franken und von 10 Prozent für solche über 8'500 Franken.

Wochenarbeitszeit soll steigen

Dafür bittet der Buchvertrieb alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bis Ende April eine Änderung ihres Arbeitsvertrages zu unterzeichnen. Zu weiteren geplanten Massnahmen gehört auch eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit um 2,3 Stunden.

Der Direktor von OLF, Patrice Fehlmann, bestätigte einen entsprechenden Bericht, der am Montag in der Freiburger Tageszeitung «La Liberté» erschienen ist. OLF sei derzeit wegen der Krise der Branche bereits unter Druck.

Lage für OLF ist «katastrophal»

Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses werde die Lage «katastrophal» für OLF, sagte Fehlmann. Wenn der Buchpreis sinke, reduzierten sich auch die Margen. Und wenn der Preis nicht sinke, kauften die Kunden weniger Bücher, fügte er hinzu.

(sda/moh/se)

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