Das Uzwiler Technologieunternehmen Bühler reagiert auf die Frankenaufwertung: Ab dem 16. Februar wird während sieben Monaten die Wochenarbeitszeit für die gesamte Schweizer Belegschaft auf 45 Stunden erhöht.

Ziel der Massnahme sei es angesichts der dramatisch verschlechterten Rahmenbedingungen bestehende Aufträge und Projekte zu sichern, sowie Marktanteile und Profitabilität zu halten, schreibt Bühler in einer Mitteilung. Die Auftragslage präsentiere sich nach wie vor gut, hiess es auf Anfrage.

Sieben Monate keine Kündigungen

Gleichzeitig zur Arbeitszeiterhöhung setzt der Konzern Einstellungen und Lohnerhöhungen aus. Im Gegenzug verpflichtet sich Bühler in der Schweiz während sieben Monaten keine Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen auszusprechen.

Von den rund 2,3 Milliarden Franken Umsatz generiert Bühler rund einen Viertel in der Schweiz. Die Personalkosten belaufen sich auf 360 Millionen Franken.

Flexibles Modell

Falls der Eurokurs wieder über 1,08 Franken steigen sollte und während dreier Wochen über dieser Marke bleibe, werde die Arbeitszeit wieder auf 42,5 Wochenstunden reduziert, erklärte Personalchef Christoph Oswald gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Bleibe der Kurs während dreier Wochen über 1,15 Franken werde die Massnahme ganz aufgehoben.

«Ich bin stolz auf unsere Mitarbeitenden, dass wir uns so schnell auf diesen Beitrag zur Sicherstellung unserer Wettbewerbsfähigkeit einigen konnten», wird Konzernchef Calvin Grieder in der Mitteilung zitiert. Von den Massnahmen sind laut Personalchef Christoph Oswald 2500 Angestellte betroffen. Dazu kommen 42 Lehrlinge, deren Arbeitszeit auf 42,5 Stunden erhöht wird.

(sda/tno/ama)


 

Das sind die Reaktionen auf den Franken-Schock

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Reaktionen auf den Franken-Schock: Ruag führt ab Oktober für 72 ihrer Mitarbeiter in Nyon Kurzarbeit ein. Im April und Juli hat der Rüstungs-und Technologiekonzern bei exportorientierten Bereichen die Arbeitszeit um drei Stunden auf 43 Stunden pro Woche erhöht. Grund war die Frankenstärke.

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