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Bult holt das Bierdeckel-Prinzip in die Schweiz

Adrian Bult: Ex-Swisscom- und Ex-Avaloq-Manager. Keystone

Der Präsident der nationalen Stromgesellschaft Swissgrid hat ein neues Amt – in einem Startup: Adrian Bult will mit seinem Engagement die Schweizer Online-Bezahlwelt umkrempeln.

Veröffentlicht am 02.03.2016

Als einstiger Chef von Swisscom Mobile und späterer bei Avaloq Evolution weiss Adrian Bult um die Schubkraft des digitalen Geschäfts. Jetzt holt der Schweizer Investor und Verwaltungsrat – aktuell am bekanntesten für sein Präsidium bei der nationalen Stromnetzgesellschaft Swissgrid – ein deutsches Startup in die Schweiz, das einen Mechanismus von der Kneipe in die Online-Sphäre transferiert.

«Bierdeckelprinzip» nennt das die 2010 gegründete Firma Laterpay. Als «Micropayment-Enabler» erlaubt es das Münchner Startup, Bezahlinhalte im Internet einfach und ohne Vorkasse zu nutzen.

Wie im Restaurant

Dabei müssen die User nicht vorab blechen. Mit der blossen Zustimmung, später zu bezahlen, werden die Inhalte freigeschaltet. Wie im Restaurant, wo die Bestellung auf einem Bierdeckel notiert und die Rechnung erst beim Verlassen des Lokals fällig wird.

Bult, Präsident von Laterpay in der Schweiz, sieht hier die Innovation: «So wird ein Ansatz aus der realen Welt in die digitale Welt übertragen.» Bei Laterpay gehts zur Kasse, wenn sich eine Summe von 5 Euro aufaddiert hat. Nutzer kommen so schnell zu ihren Inhalten. Möglich sind Spielarten wie halbtägige Flat-Rates und andere Zeitpässe für Zeitungen, Filme oder Spiele.

(ag)

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