Die starke Aufwertung des Frankens nach der Abkehr vom Euro-Mindestkurs dürfte die Schweiz nach Ansicht der Regierung nicht in eine Krise stürzen. Im laufenden Jahr sei zwar mit einer deutlichen konjunkturellen Abkühlung und einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. «Eine schwere Krise erscheint hingegen gemäss heutiger Einschätzung unwahrscheinlich», erklärte sie weiter.

Die Schweizer Notenbank SNB hatte Mitte Januar die mehr als drei Jahre geltende Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Franken aufgegeben, worauf der Franken stark aufgewertet hatte. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,0335 Franken bezahlt.

Export-Unternehmen zittern

Vor allem die exportabhängige Schweizer Industrie stellt sich deswegen auf härtere Zeiten ein. Ökonomen gehen von einem Wachstumseinbruch aus. Die Wirtschaftsexperten des Bundes rechnen nach der im März veröffentlichen Prognose dieses Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,9 Prozent .

(reuters/dbe/ama)