Als Bestandteil des zweiten Konjunkturpakets von total 700 Mio Fr. sprach der Bund per 1. April 2009 der Innovationsförderung sowie Forschungsunterstützung 21,5 Mio Fr. zu, zwar für drei Aktionslinien: 20 Mio Fr. zur Aufstockung der Förderkredite für Forschung und Entwicklung (F&E); 1 Mio Fr. zur Lancierung eines Innovationsschecks als Pilotprojekt; 0,5 Mio Fr. zur Sensibilisierung der KMU über Clean-Tech-Themen. Mit der Umsetzung bis 31. Dezember 2009 wurde die Förderagentur für Innovation (KTI) in Bern beauftragt.

Besonders die beiden kleineren Initiativen seien erfolgreich, so Ingrid Kissling-Näf, Leiterin der KTI: «Innerhalb eines Monats waren alle 133 verfügbaren Innovationsschecks ausgegeben. Die Durchführung der Innovationsscheckprojekte läuft auf Hochtouren. Und im Rahmen der Sensibilisierung der KMU zu Clean-Tech-Themen wurden von der KTI gemeinsam mit Partnern 44 regionale und nationale Veranstaltungen durchgeführt. Daran haben über 3300 Personen aus Unternehmen und Hochschulen teilgenommen.»

Finanzspritze erfüllt den Zweck

Nach sieben von neun Monaten sieht die finanzielle Bilanz gemäss Kissling-Näf wie folgt aus: «Von den 20 Mio Fr. für die F&E-Projektförderung wurden bereits 13 Mio Fr. verpflichtet. Die Mittel für den Innovationsscheck sind vollständig aufgebraucht, ebenso diejenigen für die Sensibilisierungsveranstaltungen.» Zur Signalwirkung der Finanzspritze erklärt Kissling-Näf: «Auch wenn nur ein verhältnismässig geringer Betrag für die Innovationsförderung zur Verfügung stand, so war das Zeichen umso wichtiger. In der Vergangenheit war es oft so, dass bei einem konjunkturellen Rückgang zuerst die Ausgaben für F&E sanken. Dem wollte der Bundesrat mit zusätzlichen Anreizen gegensteuern. Das scheint gelungen zu sein.»

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Auch Firmen investieren weiter

Von den total 105 Mio Fr., die der KTI 2009 für die F&E-Projektförderung inklusive der Finanzspritze aus dem zweiten Konjunkturpaket zur Verfügung stehen, sind laut Kissling-Näf bislang über 83 Mio Fr. verplant. «Das ist mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2008.»

Kissling-Näf weiter: «Insgesamt fällt auf, dass Innovationen heute einen anderen Stellenwert geniessen. Soweit es in den Kräften der Unternehmen liegt, wird an diesen Anstrengungen nicht mehr gespart - zumindest nicht stärker als in anderen Bereichen. Es herrscht ein deutlich stärkeres Bewusstsein, dass die Innovationsfähigkeit der Schlüssel für den Erfolg im internationalen Wettbewerb ist.» F&E stellten nicht mehr zwingend die ersten Kostenpositionen dar, bei denen ein Unternehmen in einer Wirtschaftskrise spare.