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Finanzplatz
Bundesrat Maurer will Image der Banken polieren

Finanzminister Ueli Maurer: Er weibelt für den Finanzplatz Schweiz. Keystone

Bundesrat und Bankbranche planen im Ausland eine Charmeoffensive für den Schweizer Finanzplatz. Treibende Kräfte sind Finanzminister Maurer und sein Staatssekretariat für internationale Finanzfragen

Von Sven Millischer und David Vonplon
am 08.06.2016

Bundesrat und Bankbranche planen eine Charmeoffensive für den Schweizer Finanzplatz im Ausland. Treibende Kraft ist Finanzminister Ueli Maurer, der die internationale Imagepolitur zur Chefsache erklärt hat. «Wir verfolgen das Ziel einer stärkeren Förderung des Finanzplatzes im Ausland», sagt Beat Werder vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF). Die Schweiz habe in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um die internationalen Standards in der Geldwäschereibekämpfung und der Steuerkonformität zu erfüllen. «Wir möchten das in Zukunft vermehrt im Ausland thematisieren.»

Wie Maurer konkret die regulatorischen Meriten im Ausland nun besser vermarkten will, soll im Herbst feststehen, wenn der Bundesrat die neue Finanzmarktstrategie präsentiert.

Verschiedene Konzepte in Planung

Vorgesehen ist beispielsweise, dass die Auftritte von Finanzminister Maurer im Ausland als Plattform für die Banken dienen sollen, um die Standortvorteile des eigenen Finanzplatzes zu bewerben. Zugleich bereitet die Schweizerische Bankiervereinigung SBVg ein Programm vor. «Wir entwickeln zurzeit verschiedene Konzepte, wie wir den Finanzplatz im Ausland vermarkten wollen», sagt (SBVg)-Sprecher Thomas Sutter. Die Vereinigung hat Deloitte damit beauftragt, ihre Mitglieder zu befragen, welche Bedürfnisse im Ausland bestehen.

Derweil hat (SBVg) erste Gespräche mit der Standortpromotorin des Bundes, Switzerland Global Enterprise, aufgenommen. An der Finanzplatz-Kampagne soll auch Präsenz Schweiz, die Imageagentur des Bundes, beteiligt werden. Es gelte, «die Botschaft eines wettbewerbsfähigen, attraktiven und gleichzeitig transparenten Finanzplatzes» zu vermitteln, sagt Chef Nicolas Bideau. Die Botschaft soll in die neue «Strategie Landeskommunikation 2016-2020» einfliessen.

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