Beim britischen Modeunternehmen Burberry hat der Verwaltungsrat eine Ohrfeige bekommen: Eine Mehrheit von fast 53 Prozent der Aktionäre stimmte auf der Hauptversammlung am Freitag gegen den hohen Lohn für den neuen Chef Christopher Bailey, wie das Unternehmen mitteilte. Das Votum ist zwar nicht bindend für Burberry, aber peinlich.

Bailey soll 1,1 Millionen Pfund (rund 1,7 Millionen Franken) Jahresgehalt bekommen, dazu 440'000 Pfund an Prämien und einen «Willkommensgruss» von 500'000 Aktien. Bailey ist der Nachfolger von Angela Ahrendts, die zum US-Elektronikkonzern Apple wechselte.

Verwaltungsrat enttäuscht

Verwaltungsratspräsident John Peace erklärte, es sei «enttäuschend», dass die Aktionäre das Gehalt für Bailey nicht wie alle anderen Entscheidungen auch gebilligt hätten. Der neue Chef des Traditionsunternehmens war vorher Kreativdirektor.

(sda/gku)