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Business Park KÖNIZ: Grosses Gebäude mit kleinem Verbrauch

Modernste Bauweise, flexibles Nutzungskonzept, Minergie-Standard: In nur 18 Monaten Bauzeit wurde der Business Park Köniz realisiert. Die Mieterin, Swisscom Mobile, fühlt sich sehr wohl in ihrer n

Von Dani Winter
am 26.09.2007

Die Fassade aus Glas und Metall schwingt sich in einem leichten Bogen um den gesamten Komplex. Das verleiht dem mit Ausmassen von 170 auf 40 m imposanten Bau Dynamik und Leichtigkeit. Der Business Park Köniz beeindruckt aber nicht nur von aussen. 1700 Arbeitsplätze auf 30000 m2 beherbergt die neue Zentrale von Swisscom Mobile. Den Mitarbeitern steht eine Infrastruktur zur Verfügung, die zeitgemässen Arbeitsformen gerecht wird und vom trendigen Personalrestaurant bis zum firmeneigenen Fitnessstudio keine Wünsche offen lässt.

Die über 25000 m2 Bürofläche auf sechs Etagen wurden in überschaubare Einheiten gegliedert. Neben offenen Bürolandschaften finden die Mitarbeiter Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten, Konferenz- und Projekträume sowie Lounges mit bequemen Sitzmöglichkeiten. Arbeitsplätze und Beleuchtung sind nach den neusten ergonomischen Erkenntnissen eingerichtet. Für die Erholung stehen Chill-out-Zonen mit Spiel- und Unterhaltungsangeboten sowie Relax-Räume zur Verfügung. Ebenfalls als Aufenthalts- und Erholungsräume dienen die Lichthöfe zwischen den Sektoren des kammförmigen Gebäudekomplexes.

Freude wich früherer Skepsis

Nicht wenige der Swisscom-Mitarbeitenden seien dem Umzug und dem neuen Bürokonzept anfänglich skeptisch gegenübergestanden, sagt Tobias Fehr vom Corporate Real Estate Management der Swisscom. Fehr: «Umso positiver überrascht sind nun die meisten.» Das grosse und flexible Raumangebot werde sehr geschätzt und rege genutzt. Die Kommunikation und auch die Produktivität am neuen Standort würden als verbessert wahrgenommen. «Die Zentralisierung der Arbeitsplätze im Business Park Köniz wird von allen als positiv eingestuft», resümiert Fehr ein Jahr nach dem Einzug.

Eine extrem kurze Bauzeit

Der Business Park Köniz wurde in nur 18 Monaten erstellt. «Eine extrem kurze Bauzeit», erklärt Orazio Galfo, Leiter Projektentwicklung bei der Losinger Construction AG, Bern, die den Bau als Totalunternehmerin (TU) realisierte. Ein derart komplexes Projekt in so kurzer Zeit zu verwirklichen und dabei sowohl die Anforderungen der Nutzerin wie auch die Baukosten im Griff zu behalten, ist auch für ein erfahrenes Unternehmen wie Losinger eine Herausforderung. Anderseits sind es gerade solche Projekte, bei denen die Firma ihr Know-how als General- und Totalunternehmen voll ausspielen kann.

Vorteil: Alles aus einer Hand

Im Jahr 2006 machten Tätigkeiten als General- und Totalunternehmen 80% der gesamten Bauleistung von Losinger aus. Die Palette der angebotenen Dienstleistungen beginnt bereits bei der Suche nach bebaubaren Grundstücken und umfasst nebst Machbarkeitsstudien und der Erarbeitung von Baugesuchen die gesamte Realisierung der Bauten. Die Vorteile für die Bauherren: Das fertige Produkt und die Kosten des Baus sind von Anfang an bekannt und fixiert, dazu kommt eine umfassende Garantie für das gesamte Bauwerk.
Die Briefverteilzentren der Post in Eclépens und Härkingen, die Coop-Verteilzentrale in Aclens, in der sich die grösste Industriebäckerei der Westschweiz befindet, das Campus-Hotel der ETH Lausanne, das Single-Hotel Eden in Spiez – die Liste der zuletzt von Losinger realisierten Projekte ist lang.
Weitere Grossprojekte sind in der Pipeline: Gemeinsam mit der im letzten Jahr übernommenen Marazzi Holding AG, die unter anderem das Fussballstadion St. Jakob in Basel und das Stade de
Suisse in Bern gebaut hat, realisiert Losinger in Pratteln BL das 176-Mio-Fr.-Projekt Henkel-Areal, das eine Wasserwelt, Büroräumlichkeiten und ein Hotel umfasst.

Flexibles Nutzungskonzept

Der Business Park Köniz gehört ins Portfolio des Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund Property Plus. «Das Objekt erfüllte unsere Kriterien in jeglicher Hinsicht», sagt Fondsmanager Jean-Claude Maissen. Neben der ausgezeichneten Lage war das flexible Nutzungskonzept ein Trumpf des 100-Mio-Fr.-Projekts. Mit Swisscom Mobile ist wohl eine langfristige Mieterin eingezogen, aber wer weiss heute schon, wie ein Gebäude von dieser Grösse in 30 Jahren genutzt wird? Der Business Park Köniz gehört zu den grössten Minergie-Gebäuden der Schweiz. Herzstücke des nachhaltigen Energiekonzepts sind die hinterlüftete Glasfassade und eine Wärmepumpe, die rund 70% der Heizlast abdeckt und bei Bedarf im Umkehrbetrieb als Kältemaschine dient. Eine Komfortlüftung und über die Gebäudeautomatisation gesteuerte Storen sorgen ganzjährig für angenehmes und ausgeglichenes Klima und einen je nach Tageszeit variierenden Lichteinfall.

Energiehaushalt als Pluspunkt

Für den Immobilienfonds der Credit Suisse, der nachhaltig investieren will und die Rendite über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes im Auge hat, war der Energiehaushalt von Anfang an ein wichtiger Punkt.
Stolz auf die Einhaltung des Minergie-Standards ist man auch bei Losinger. «Die Nachhaltigkeit wird für uns als Total- und Generalunternehmerin immer mehr zum matchentscheidenden Kriterium», erklärt Orazio Galfo. «Das Erreichen des Minergie-Standards beim Business Park Köniz bestätigt uns im Willen, in Zukunft noch verstärkt nachhaltig zu bauen.»
Schon im Jahr 2006 entwickelte Losinger einen Index, mit dem Bauten auf ihre Nachhaltigkeit überprüft und im Dialog mit dem Kunden verbessert werden können. Ferner entwarf die Firma unter dem Namen «Actitudes» eine Vorgehensweise, in dem umwelt- und ressourcenschonendes Bauen als einer von sieben Schwerpunkten festgeschrieben ist. Ein weiteres Zeichen setzte die Losinger Construction AG, indem sie den grünen Berner Regierungsstatthalter Alec von Graffenried per
1. Dezember 2007 zum Direktor für nachhaltige Entwicklung ernannte.

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Dani Winter, Journalist/freier Mitarbeiter Losinger Construction AG, Köniz.
www.losinger.ch

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Losinger: Im vergangenen Jahr Marazzi übernommen

Losinger

Das Unternehmen Losinger Construction AG wurde 1917 in Bern gegründet. Mit Niederlassungen in Bern (Hauptsitz), Basel, Freiburg, Genf, Lausanne und Zürich gehört die General- und Totalunternehmerin zu den Marktleadern in der Schweiz.

Marazzi
Ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Position in der Schweiz war die Übernahme der Marazzi Holding AG im letzten Jahr. Während Losinger in der Westschweiz und im Raum Bern stark verankert ist, liegt das geografische Schwergewicht von Marazzi in der Deutschschweiz. Zudem verfügt Marazzi über grosses Know-how in der Realisation von komplexen Grossprojekten. Losinger und Marazzi zählen gemeinsam 1100 Mitarbeitende und erzielten 2006 einen Umsatz von über 650 Mio Fr.

Bouygues
Die Losinger Construction AG gehört zum französischen Bouygues-Konzern mit 122500 Mitarbeitenden in 80 Ländern und einem Jahresumsatz von mehr als 26,4 Mrd Euro (2006).

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