Camille Bloch spürt zwar die negativen Auswirkungen der Frankenstärke durch den Einkaufstourismus. Dessen ungeachtet hält der bernjurassische Schokoladehersteller an seinen Investitionen von 30 bis 35 Millionen Franken am Standort Courtelary BE fest.

Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank hinterlasse bei den Verkäufen eine gewisse Bremsspur, sagte Unternehmenschef Daniel Bloch in einem Interview mit der Zeitung «Quotidien jurassien».

Nur 20 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland

Für Camille Bloch sei das aber nur leicht spürbar, da nur 20 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland stammen. Und die negativen Folgen werden durch die billigeren Einfuhren der Rohstoffe kompensiert, sagte Bloch weiter.

Die indirekten Auswirkungen der Frankenstärke spürt Camille Bloch aber schon, weil die Kunden in der Schweiz unter Druck stehen. Bei diesen nämlich macht sich gemäss Bloch der Einkaufstourismus bemerkbar. Die Verkäufe gingen zurück und gleichzeitig verschärfe sich die Konkurrenz durch ausländische Produkte.

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Produktionskapazität verdoppeln

Das ist für den Patron aber kein Grund, die Erweiterungspläne am Standort im Tal von St-Imier in Frage zu stellen. Der Hersteller von «Ragusa» und «Torino» will mit Investitionen von 30 bis 35 Millionen Franken die Produktionskapazität verdoppeln.

In den zehn Jahren bis 2014 hat Camille Bloch den Schokoladeausstoss bereits von 2500 auf 4000 Tonnen gesteigert. Die neuen Investitionen fliessen in die Automatisierung und die Erneuerung des Maschinenparks. Zudem entsteht ein neues Verwaltungsgebäude.

Neues «Ragusa»

Daniel Bloch bestätigte im weiteren, im Herbst werde es ein neues «Ragusa» gebe. Der Traditionsriegel werde ein neues Format aufweisen, «das zum Teilen einlädt». Über weitere Details hüllte er sich in Schweigen. Das Familienunternehmen Camille Bloch steigerte dem Umsatz im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 64 Millionen Franken.

(sda/tno/ama)