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Buntstift
Caran d'Ache: Präsidentin schwärmt vom Iran

Caran d'Ache: Will einen neuen 80-Millionen-Markt erschliessen. Keystone

Die Öffnung des Irans bietet viele Chancen für Schweizer Firmen. Bereits vor Ort ist der Schreibwarenhersteller Caran d'Ache. Präsidentin Carole Hübscher verspricht sich viel vom Markt.

Veröffentlicht am 11.05.2016

Alles spricht vom Iran. Im Land der Mullahs scheint zurzeit vieles möglich. Zu den ersten, die im postrevolutionären Iran wieder Fuss gefasst haben, gehört der Schweizer Farbstift- und Schreib­warenhersteller Caran d'Ache.

Das Fami­lienunternehmen aus dem genferischen Thônes ist bereits seit vergangenem Jahr wieder auf dem iranischen Markt präsent. Verkauft werden die Stifte und Farben aus dem Hause Caran d'Ache in 20 Verkaufsstellen von Daya, einem iranischen Handels­unternehmen. «Das Potenzial ist absolut fantastisch», schwärmt Carole Hübscher, Verwaltungsratspräsidentin und Enkelin des Firmengründers. «Es gibt viele junge Menschen, die Schulmaterial brauchen.»

Alte Liebe

Das Schweizer Traditionsunternehmen, das im vergangenen Jahr 100 Jahre alt wurde, kann sich dabei auf seine Bekanntheit aus alten Tagen verlassen. Viele Eltern der Kinder von heute hätten als Kinder selbst mit Stiften von Caran d'Ache gezeichnet, sagt Hübscher. Der Farbstifthersteller war bis zur iranischen Revolution 1979 im Land präsent.

Zudem will sich das Unternehmen, zu dessen Kunden einst Künstler wie Pablo Picasso zählten, auf dem iranischen Kunstmarkt etablieren. Im Iran gebe es mehr als ein Dutzend Städte mit Kunst­fakultäten, sagt Geschäftsführer Jean-François de Saussure.

(rai)

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