Der weltweit zweitgrösste Handelskonzern Carrefour hat im abgelaufenen ersten Quartal dank starker Entwicklung in Lateinamerika mehr verkauft als vor einem Jahr. Die Umsätze inklusive Mehrwertsteuer und mit Benzinverkäufen seien um 1,5 Prozent auf 22,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern in Paris mit.

Ein starkes Umsatzwachstum in Lateinamerika von 8,1 Prozent glich dabei die schwächeren Umsätze in den von der Staatsschuldenkrise und Konjunktursorgen geplagten südeuropäischen Ländern mehr als aus.

In Europa ohne den Heimatmarkt Frankreich setzten die Franzosen 3,2 Prozent weniger um - insbesondere die weiter schwachen Verkäufe im Nicht-Lebensmittel-Bereich und ein zusätzlicher Rückgang in Griechenland drückten laut Mitteilung auf die Erlöse.

Im Heimatmarkt Frankreich verkaufte der Metro-Konkurrent insgesamt 0,8 Prozent mehr, auch in Asien stieg der Umsatz mit 6,1 Prozent deutlich, wobei die Franzosen vom Wechselkurs und einem starken Wachstum in Indonesien profitierten.

Die beobachteten Trends im ersten Vierteljahr bestärkten den Konzern auf seinem Kurs von Kosteneinsparungen und der Expansion in Schwellenländern, sagte Vorstandschef Lars Olofsson zu den Ergebnissen.

(muv/chb/awp)