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Glücksspiel
Casinos bauen Web-Angebot mit ausländischer Hilfe

Roulette, Poker: Künftig soll es all das in der Schweiz auch im Internet geben – ganz legal. Keystone

Schweizer Spieltempel rüsten ihre Online-Kompetenzen auf. Sie suchen Unterstützung bei der hart kritisierten ausländischen Konkurrenz.

Von Bernhard Fischer
am 29.03.2017

Schweizer Spielbanken setzen beim Aufbau ihres eigenen Online-Glücksspiels auf die Zusammenarbeit mit ausländischen Online-Glücksspielanbietern, obwohl sich die Schweizer Casino-Lobby gegen solche Anbieter aus dem Ausland stets wehrt und sie kritisiert. Dies berichtet die «Handelszeitung».

Schweizer Casinos argumentieren, die Invasion ausländischer Online-Glücksspielanbieter würde zum Schaden der helvetischen Geldspielbranche und des Staates Erträge und Steuern absaugen. Doch das Grand Casino Baden holt sich nun Hilfe aus dem Ausland: «Wir arbeiten eng mit Gaming 1 zusammen, was die technische Entwicklung betrifft», sagt Detlef Brose, Chef des Grand Casino Baden zur «Handelszeitung».

Partner mit Sitz in Malta

Broses Partner ist ein belgischer Gambling-Anbieter mit Sitz in Malta. Gaming 1 hilft dem Casino Baden, neue Online-Angebote zu lancieren. Brose rüstet seine IT für mehrere Millionen Franken auf.

Ähnliches hat das Grand Casino Luzern vor. Bereits 2009 gründete die Luzerner Spielbank die Casino Online AG. Fast zehn Jahre «war unsere Tochter nahezu inaktiv», sagt Casino-Chef Wolfgang Bliem. Jetzt will man endlich eigene Online-Spiele entwickeln. Mit wem, verrät Bliem aber nicht.

Auch Swiss Casinos bringt sich in Stellung und arbeitet an diversen Projekten. Gesucht wird dafür ein stellvertretender Leiter Sicherheit und Technik. Es geht unter anderem darum, «Innovationsprojekte gemeinsam mit internen und externen Stakeholdern umzusetzen», heisst es.

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