Die Cembra Money Bank stellt aufgrund der Vorwürfe im Zusammenhang mit der Verletzung des Bankgeheimnisses 3 Millionen Franken zurück. Sie hat diesen Entscheid aufgrund des Finma-Schlussberichtes gefällt, der ihr letzte Woche zugestellt worden war.

Dies teilt sie in einer Mitteilung am Montagabend mit. Die Bank wird nun zu dem Bericht Stellung nehmen. Die abschliessende Verfügung der Finanzmarktaufsicht Finma wird erst im 4. Quartal erwartet.

Sensible Kundendaten im Visier

Ende Mai hatte die SRF-Sendung «Rundschau» berichtet, die Cembra Money Bank (vormals GE Money Bank) habe einen Kreditvermittler mutmasslich jahrelang mit sensiblen Kundendaten versorgt. Auch die Eidg. Finanzmarktaufsicht Finma hatte sich in den Fall eingeschaltet.

Laut den Berichten bewahrte der Kreditvermittler jahrelang in seinem Büro in Zürich Zehntausende Kundendaten auf. Mit den Daten soll er gezielt Kunden angeworben haben. Im Jahr 2011 beendete die Bank die Beziehung zum Kreditvermittler.

Aufgrund der laufenden Untersuchungen will die Cembra Money Bank keine weiteren Kommentare abgeben. Der Halbjahresbericht wird wie erwartet am 29. August publiziert.

(sda/chb)

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