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Cembra Money Bank legt zu und erhöht Ausblick

Cembra in Zürich: Stärker als erwartet. Keystone

Das Kreditinstitut hat im ersten Halbjahr die Erwartungen der Analysten übertroffen. Auch der Ausblick von Cembra sieht besser als vermutet aus. Geschadet haben der Bank aber die Negativzinsen.

Veröffentlicht am 19.08.2015

Die Cembra Money Bank hat mit einem erneut erhöhten Ausblick positiv überrascht. So stellt die auf Konsumkredite spezialisierte Bank nun einen Gewinn je Aktie von 4,70 bis 4,90 Franken in Aussicht nach zuvor 4,60 bis 4,80 Franken. Bei Gewinn und Ertrag legt die Bank ebenfalls zu und übertrifft die Erwartungen der Analysten leicht.

Beim Ausblick erwartet Cembra für das zweite Halbjahr einen höheren Nettoertrag als in den ersten sechs Monaten. Dabei spiele die Saisonalität des Geschäftes eine Rolle. Zudem gehe man von einem stabilen ökonomischen Umfeld aus, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Darüber hinaus sollten die Refinanzierungskosten von der Rückzahlung der anlässlich des Börsengangs gewährten Kredite und den tieferen Zinsen profitieren. Ausserdem erwartet die Bank die IT-Migration abzuschliessen, was den Sachaufwand gegenüber dem ersten Halbjahr etwas erhöhen sollte. «Unter Einbezug dieser Faktoren erhöht Cembra Money Bank die Erwartung für das Ergebnis pro Aktie.»

Kosten für Guthaben bei der Schweizerischen Nationalbank

Mit den vorgelegten Zahlen schneidet das Institut etwas besser als von Analysten erwartet ab. So erwirtschaftete die Bank in den ersten sechs Monaten einen Nettoertrag von 190,3 Millionen Franken, ein Plus von 2 Prozent. Dabei nahm der Zinserfolg um 1 Prozent auf 147,3 Millionen Franken ab. Als Grund hierfür nennt die Bank Kosten für Guthaben bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Der Zinserfolg macht etwa 77 Prozent der Einnahmen aus. Die Zinsmarge habe bei 7,1 Prozent gelegen.

Einen deutlichen Anstieg erlebten aber auch die Einnahmen aus Kommissionen und Gebühren (23 Prozent des Nettoertrags). Sie stiegen um 15 Prozent auf 43,0 Millionen Franken. Grund hierfür war das Kreditkartengeschäft, das einen Anstieg von 26 Prozent bei den Gebühreneinnahmen verzeichnete. Die Rückstellungen für Kreditrisiken beliefen sich auf 20,8 Millionen Franken. Die entspreche einer Verlustquote von 1,0 Prozent der Forderungen gegenüber Kunden und liege somit genau im Rahmen der eigenen Prognosen, erklärt die Bank.

Reingewinn um 8 Prozent erhöht

Beim Geschäftsaufwand weist Cembra für die ersten sechs Monate 81,4 Millionen Franken aus, ein Rückgang um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Cost/Income Ratio lag nach den ersten sechs Monaten bei 42,8  Prozent. Während das Ergebnis vor Steuern um 7 Prozent auf 88,1 Millionen Franken stieg, erhöhte sich der Reingewinn um 8 Prozent auf 69,6 Millionen Franken.

Wie die Bank selbst betont, verzeichnete sie vor allem bei Festgeldern und Kassenobligationen deutliche Zuwächse. Sie legten um 11 Prozent auf knapp 2,2 Mrd Franken zu und machten per Ende Juni 55 Prozent der gesamten Refinanzierung aus. Wegen des Aktienrückkaufs in Höhe von 100 Millionen Franken sowie Dividendenzahlungen sei das Eigenkapital um 13 Prozent auf 736 Millionen Franken gesunken.

(awp/gku/ama)

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