Die Cembra Money Bank hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 einen Betriebsertrag von 354,5 Millionen Franken erwirtschaftet und damit den Wert aus dem Vorjahr gehalten. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 132,9 Millionen oder 4,43 Franken pro Aktie. 2012 hatte der Reingewinn ähnlich hoch bei 133,1 Millionen Franken gelegen.

Die Aktionäre sollen in den Genuss einer Dividende von 2,85 Franken je Aktie aus Kapitaleinlagereserven kommen. Die Ausschüttung wird in einer Mitteilung vom Montag mit der «soliden Kapitalbasis» mit einer konsolidierten Tier-1-Kapitalquote von 19,7 Prozent begründet. Beim Nettoertrag entfielen rund 80 Prozent auf den Zinserfolg, der praktisch unverändert bei 282,6 Millionen Franken verharrte und einer stabilen Nettozinsmarge von 7,0 Prozent entspricht. Tiefere Refinanzierungskosten hätten den geringeren Zinsertrag ausgeglichen, heisst es dazu.

Erwartung: Auch weiterhin historisch niedrige Zinsen

Die Rückstellungen für Kreditrisiken sanken den Angaben zufolge auf 7,0 Millionen Franken. Dies aufgrund des Verkauf eines Portfolios von Verlustscheinen im ersten Halbjahr 2013, welcher mit netto 21,1 Millionen Franken zu Buche schlug. Der Geschäftsaufwand stieg wegen der beträchtlichen einmaligen Kosten für den Börsengang um 9 Prozent. Für die Rebranding-Kampagne zu Cembra Money Bank, Transaktionskosten sowie Emissionsabgaben wurden laut Mitteilung 23,3 Millionen Franken aufgewendet. Einschliesslich Einmalkosten betrug die Cost/Income Ratio 50 Prozent und auf bereinigter Basis noch 44 Prozent.
Die frühere GE Money Bank, deren Aktien seit Oktober an der hiesigen Börse kotiert sind, bleibt mit den publizierten Zahlen einigermassen im Rahmen der – allerdings wenigen – Schätzungen.

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Bezüglich Ausblick für das laufende Jahr geht das Institut gegenwärtig davon aus, dass die Zinssätze auf historisch tiefem Niveau verharren werden. Der Preiskampf, speziell im Automobilgeschäft, dürfte daher herausfordernd bleiben, heisst es. Das Kreditkartengeschäft dürfte aber auf Wachstumskurs bleiben. Die mittelfristigen Ziele bleiben derweil unverändert, inklusive einer Dividendenausschüttung von 60 bis 70 Prozent des Reingewinns. Im aktuellen Marktumfeld erwartet Cembra für 2014 einen Gewinn je Aktie zwischen 4,40 und 4,60 Franken.

Gegen den Trend legten die Titel der Bank an der Schweizer Börse am Montag zu.

(awp/moh/sim)