Die auf Konsumkredite spezialisierte Cembra Money Bank ist im vergangenen Halbjahr unter anderem dank Gebühreneinnahmen von Kreditkarten und Gewinnbeteiligungen aus Versicherungen gewachsen. Zudem hat sich die Bank erfolgreich refinanziert. Der Nettoertrag wuchs um 4 Prozent auf 197,4 Millionen Franken. Zwar waren die Zinserträge aus Privatkrediten und Autoleasing rückläufig. Dafür reduzierte sich im Gegenzug der Zinsaufwand der Bank um satte 28 Prozent.

Dies ist eine Folge der vorteilhaften Refinanzierung der Verbindlichkeiten und der Rückzahlung des Darlehens von 250 Millionen Franken an General Electric. Die Bank ist nun vollständig unabhängig finanziert. Der Zinserfolg stieg um 2 Prozent auf 150,3 Millionen Franken.

Kommissionen und Gebühren bringen mehr ein

Der Ertrag aus Kommissionen und Gebühren stieg um 10 Prozent auf 47,1 Millionen Franken. Grund dafür sind höhere Gewinnbeteiligungen aus Versicherungen sowie höhere Gebühreneinnahmen im Kreditkartengeschäft. Die Cembra Money Bank gibt etwa für die Migros die Cumulus Mastercard heraus.

Der Reingewinn stieg um 3 Prozent auf 71,8 Millionen Franken. Die Cembra Money Bank bezeichnet das Ergebnis in der Mitteilung vom Donnerstag als ausgezeichnet.

Senkung des Maximalzinssatzes

Die Nettoforderungen gegenüber Kunden stiegen um 1 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken. Damit habe die Bank das Wachstum der Schweizer Wirtschaft übertroffen, heisst es. Allerdings ging das Volumen der Privatkredite um 2 Prozent auf 1,76 Milliarden Franken zurück, während sich das Autoleasing etwas erholte. Die Fahrzeugfinanzierungen stiegen um 1 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken.

Für das Gesamtjahr ist die Bank optimistisch. Sie erwartet aber einen Rückgang des Zinsertrages bei den Privatkrediten. Grund dafür ist die per Anfang Juli 2016 vom Bundesrat verfügte Senkung des Maximalzinssatzes für Konsumkredite.

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Vier Filialen geschlossen

Um die Ausfälle abzufedern, hat die Bank vier Filialen geschlossen. Die 10 betroffenen Mitarbeiter werden aber intern weiter beschäftigt, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

(sda/gku/ama)