Die Cembra Money Bank wehrt sich gegen Anschuldigungen eines ehemaligen Kreditvermittlers. Dieser hatte bei der Schweizerischen Finanzmarktaufsicht Finma eine Untersuchung eingeleitet, die sich auf Ereignisse aus dem Jahr 2011 und vorher bezieht, schreibt das Kreditinstitut. Man weise jegliche kürzlich in den Medien gemachten Vorwürfe über das Kreditvermittlergeschäft der Cembra Money Bank mit Nachdruck zurück.

Diese Medienberichte seien im Zusammenhang mit einem laufenden Zivilprozess, der durch den ehemaligen Kreditvermittler eingeleitet wurde, veröffentlicht worden, so die Mitteilung weiter. Cembra Money Bank ist davon überzeugt, dass es keine rechtliche Grundlage für die Klage des ehemaligen Kreditvermittlers gibt und die Klage deshalb keine Aussicht auf Erfolg habe.

Interne Untersuchung: ein Einzelfall

Die Cembra Money Bank habe nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit diesem Kreditvermittler unverzüglich eine interne Untersuchung eingeleitet, die ergab, dass es sich dabei um einen Einzelfall handelte, so die Mitteilung weiter. Der Umsatzbeitrag des ehemaligen Kreditvermittlers sei für den Geschäftserfolg der Bank nicht signifikant.

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Laut verschiedenen Medienberichten hat der ehemalige externe Mitarbeiter gegen Cembra am Handelsgericht in Zürich eine Forderungsklage eingereicht, in der er für entgangene Provisionen 13,875 Millionen Franken geltend macht. Ihm sei die Mitarbeit Ende März 2012 trotz weiterlaufendem Vertrag grundlos gekündigt worden, führt der Kreditvermittler an.

Bis dahin soll er der damaligen GE Money Bank beziehungsweise dem Vorgängerinstitut Bank Prokredit während über zwanzig Jahren insgesamt rund 1 Milliarde Franken an Konsumkrediten vermittelt haben.

(awp/vst)