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CFT steigert den Gewinn deutlich

CFT: In den Top 3 der Schweizer Broker. Keystone

Der Finanzbroker Compagnie Financière Tradition hat gespart und darum ein besseres Ergebnis geschafft. Die Gruppe will 2016 nach Möglichkeiten auch über Zukäufe wachsen.

Veröffentlicht am 11.03.2016

Der Finanzbroker Compagnie Financière Tradition (CFT) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2015 mit etwas weniger Umsatz ein deutlich höheres Ergebnis erzielt. Der Gruppe gelang es, die Kosten zu senken und so die Ertragskraft zu steigern. Die Aktionäre dürfen sich entsprechend auf eine höhere Ausschüttung freuen.

Im Berichtsjahr stieg der Reingewinn nach Minderheiten deutlich auf 40,5 Millionen Schweizer Franken nach 27,7 Millionen im Vorjahr. Währungsbereinigt hat sich das Ergebnis beinahe verdoppelt. Wie der Broker weiter mitteilte, nahm der operative Gewinn um 43 Prozent auf 59,1 Millionen (+46 Prozent in LW) zu und die entsprechende Marge verbesserte sich um 2,5 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent.

Kosten gesenkt

«Wir gehören zu den drei wichtigsten Playern am Markt», erklärte Generaldirektor Patrick Combes an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die «kleinen» Gesellschaft müssten sich wohl mittelfristig zusammenschliessen oder dann untereinander respektive mit einer der drei dominierenden Gruppen zusammenarbeiten, meinte er.

Das Management hatte bereits anlässlich der Umsatzpublikation im Januar für 2015 einen höheren Reingewinn in Aussicht gestellt. In einem sich stabilisierenden Marktumfeld sei der Fokus weiterhin auf das Kosten-Management gelegt worden, heisst es weiter. Die Massnahmen hätten zu einer Reduktion der Fixkosten und zu einer Erhöhung der operativen Flexibilität geführt. Ausserdem seien die Restrukturierungskosten auf einen minimalen Wert reduziert worden.

Umsatz ging zurück

Wie bereits bekannt, ging der Umsatz um 2,7 Prozent auf 814,5 Millionen Franken zurück. Zu konstanten Währungen betrug das Minus 1,7 Prozent. Bereinigt (nicht-IFRS) waren es derweil 873,8 Mio Schweizer Franken Umsatz im Vergleich zu 894,5 Millionen im Jahr davor (-1,1Prozent in LW). Combes sieht darin eine gewisse Stabilisierung. «Man muss dabei auch das sehr starke vierte Quartal 2014 berücksichtigen.» Der bereinigte Umsatz aus dem Interdealer-Brokerage-Geschäft (IDB) sank zu konstanten Währungen um 2,3 Prozent, während das Geschäft aus dem Währungshandel für Retail-Investoren in Japan (Non-IDB) um knapp 58 Prozent zulegte.

Die Aktivitäten hätten sich insgesamt stabilisiert und der Rückgang im vierten Quartal sei in erster Linie auf die sehr hohen Vorgaben aus der Vorjahresperiode zurückzuführen, so CFT. In den Regionen gebe es nach wie vor unterschiedliche Entwicklungen, wobei vor allem das Geschäft in Europa nach wie vor unter Druck stehe. Derweil habe man das Angebot in technologischer Hinsicht mit der Handelsplattform Trad-X auf das veränderte regulatorische Umfeld angepasst.

Höhere Dividende

Das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital wuchs per Ende 2015 um rund 15 Millionen Schweizer Franken auf 357 Millionen und die Cash-Positionen werden mit 228 Millionen angegeben. Mit Blick auf die Ergebnissteigerung soll den Aktionären nun eine um 50 Rappen auf 3,5 Franken erhöhte Dividende ausbezahlt werden. Auf Basis des Aktienkurses vom 10. März ergebe sich daraus eine Dividendenrendite von 5,5 Prozent.

Im Ausblick verspricht CFT auf der Kostenseite weitere Verbesserungen, vor allem in Sachen Technologie gebe es Sparpotential. Zudem will die Gruppe organisch und nach Möglichkeiten auch über Zukäufe wachsen. Gleichzeitig werde man auch «massiv in die Technologie investieren», betonte der CEO vor den Medien.

Keine Angaben machte Combes zum bisherigen Geschäftsverlauf im Jahr 2016. Für das laufende Jahr sagte er immerhin eine anhaltend hohe Marktvolatilität voraus, was er allerdings nicht als übermässig beunruhigend wertete: CFT verfüge über ein «genügend solides Geschäftsmodell.» Die Gruppe wolle zudem weiterhin Marktanteile gewinnen und sowohl in neue Klassen und Produkte wie auch in neue Länder expandieren. Zudem sehe man sich auch nach Akquisitionen um. «An Gelegenheiten wird es nicht fehlen.»

An der Börse legen die CFT-Titel am Freitag mit einem Plus von 3 Prozent auf 65,90 Franken stärker zu als der Gesamtmarkt (SPI +1,1 Prozent).

(awp/chb)

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