1. Home
  2. Unternehmen
  3. Cham Paper einigt sich mit den Angestellten

Papier
Cham Paper einigt sich mit den Angestellten

Cham Paper in Cham: Die Holding bleibt Papierproduzentin. (Bild: Keystone)

Der Rückzug aus der Papierproduktion ist bei Cham Paper gescheitert. Die Fabriken in Italien kehren zum ursprünglichen Lohnmodell zurück.

Veröffentlicht am 22.11.2013

Die Cham Paper Group hat mit der Angestellten ihrer Fabrik im italienischen Carmignano einen neuen Gesamtarbeitsvertrag schliessen können. Dieser soll in der Produktionsstätte in Norditalien wieder flexiblere Betriebszeiten ermöglichen und deren Wettbewerbsfähigkeit stärken.

An den Konditionen eines vom Länderchef eigenhändig mit der Arbeitnehmervertretung ausgehandelten Vertrags ist vor gut zwei Wochen der Verkauf der beiden italienischen Fabriken der Cham Paper Group gescheitert. Die österreichische Delfortgroup war vom Kauf zurückgetreten, weil die Fabrik in Carmignano durch den Vertrag nicht mehr rentabel genug gewesen wäre.

Rückkehr zum ursprünglichen Lohnmodell

Nun hat die Cham Paper Group sich mit den Angestellten wieder auf längere Betriebszeiten und die Rückkehr zum ursprünglichen Lohnmodell geeinigt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Einigung beweise den festen Willen aller Beteiligten, die durch Restrukturierungen erstarkte Marktstellung der Fabrik langfristig zu sichern, schrieb die Cham Paper Group.

Die Cham Paper Group hatte die Rohpapierproduktion in der Schweiz geschlossen und nach Italien verlagert. In Cham führte das zur Streichung von rund 200 Stellen, in Carmignano und Condino dagegen werden nun hochwertigere und margenstärkere Papiere produziert als früher, wodurch die Profitabilität der beiden Fabriken stieg.

Die Rohpapierproduktion nun ein Standbein des Unternehmens.

Dies wiederum weckte das Interesse der Delfortgroup. Nach dem Verkauf der beiden Fabriken hätte sich die Cham Paper Group auf die Veredelung von Spezialpapieren und die Entwicklung ihrer Fabrikliegenschaften konzentriert. Mit dem Scheitern des Verkaufs bleibt die Rohpapierproduktion nun ein Standbein des Unternehmens.

Dementsprechend wird auch die Führungsstruktur des Unternehmens angepasst. Die Fabrikleiter rapportieren inskünftig direkt an den Unternehmenschef, wie es am Freitag hiess. Der den beiden italienischen Werken übergeordnete Chef, der auch den Gesamtarbeitsvertrag ausgehandelt hatte, der zum Scheitern des Fabrikverkaufs führte, ist nicht mehr für die Cham Paper Group tätig. Sein Posten wird aus dem Organigramm gestrichen.

(sda/tke)

Anzeige