Das Moderatorenpaar Ralph Büchi, CEO Axel Springer Schweiz, und «Handelszeitung»-Chefredaktor Martin Spieler empfingen die Podiumsteilnehmer in bester Laune. Migros-Chef Herbert Bolliger wehrte sich gegen die Behauptung, Coop sei dabei, Migros als Nummer eins im Detailhandel abzulösen: Das Coop-Wachstum sei ja vor allem durch Zukäufe entstanden. Worauf er sich die Gegenfrage gefallen lassen musste, wie er denn den Zukauf von Denner definiere. Wie auch immer: Dem Detailhandel scheint es nicht schlecht zu gehen; in kurzen Blöcken stellte Büchi die «Werbetrends 2008» vor, aus denen auch hervorgeht, dass im Bereich Nahrungsmittel und Getränke die grösste Zuversicht unter allen grossen Branchen herrscht.Christof Kaufmann, CEO der Mediaagentur OMD Schweiz, beschrieb die Situation der Werbebranche im Einklang mit der generellen Botschaft der «Handelszeitung»-Studie: OMD spüre durchaus, dass die Bremse angezogen werde. Vorab von der Finanzindustrie, während Jahren der Haupt-Antriebsmotor der Werbebranche, wird dieses Jahr wohl kein Wachstumsschub kommen. Doch sei ein Messen mit dem Boomjahr 2007 auch durchaus anspruchsvoll. Herbert Bolliger bestätigte diesen Eindruck: Bei Globus reagiere der «Champagner- und Olivenöl-Index» auf die rückgängigen Boni in der Bankenwelt.Anschliessend überreichten Ralph Büchi und Assistentin Patricia Buck die Auszeichnungen «Top-Three-Auftraggeber des Jahres»: In der Kategorie Food nahm Trine Olsen von der Mars Schweiz AG die Auszeichnung entgegen. Nummer zwei und drei: Unilever und Eichhof. Im Bereich Nonfood/Gebrauchsgüter kam Carlos Friedrich von Ikea auf die Bühne; Platz zwei und drei gingen an Möbel Pfister und das Modehaus PKZ. Friedrich gelang es bei seinem Auftritt, die pointierten Bemerkungen Büchis geschickt aufzufangen und ihn zu einem Besuch in seinem Möbelhaus zu verpflichten. In der Kategorie Dienstleistung/Handel gewann Media Markt vor Coop City und Interhome. Media-Markt-Chef Guido Renggli räumte ein, dass die derzeitige Kampagne mit dem Fokus auf einen ge- wagten Busen-Ausschnitt politisch «nicht korrekt» sei und abgelöst werde.

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