Jüngst hat der Goldpreis wieder ein neues Rekordhoch erklettert. Gold hat seit Oktober 2008 eine Performance von 70% erzielt, seither haben sich die Parameter für die Goldpreisentwicklung fundamental verändert. Die bekannten Grössen aus Angebot und Nachfrage wurden durch die Investmentnachfrage von Exchange Traded Funds (ETF) ausgehebelt und überwiegend von Erwartungshaltungen betreffend die globalen Auswirkungen der staatlichen Verschuldungs- und Geldpolitik getrieben. In stabilen Wirtschaftsverhältnissen wäre eine Inflation bis maximal 2% durchaus tragbar. Die aktuelle Krise zeigt deutlich, dass Länder wie die PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien), welche in einer Währungsunion gefangen sind, in einem Dilemma stecken. Sie können beispielsweise nicht den Euro inflationieren, um ihre Staatsverschuldung abzubauen. Ihre maroden Staatsfinanzen gefährden die Stabilität der gesamten Währungsunion.

Die jüngsten Marktverwerfungen spiegeln die Sorgen um die innere Substanz der Währungsunion. Vor diesem Hintergrund können Edelmetalle als nicht verschuldete reale Geldwerte bezeichnet werden, die in anziehenden Märkten über zusätzliche Qualitäten verfügen.

Gold als Inflationsschutz

Physisches Gold wird nicht nur von der Schmuckindustrie nachgefragt, sondern als geldnaher Wert primär von der globalen Verschuldungs- und Geldpolitik beeinflusst. Gold kann man nicht drucken und dadurch wird es zur nicht verschuldeten Währung.

Solange die Niedrigzinspolitik aufrechterhalten werden muss, um die Erholung der Weltwirtschaft nicht zu gefährden, sind inflationäre Tendenzen wenig plausibel. Sobald die Zentralbanken Liquidität aus dem System nehmen müssen und die Zinsen anziehen, stehen sie vor dem Problem der Währungsaufwertung und müssen die drohende Inflation managen. Kein Staat und keine Währungsunion kann es sich in dieser Phase leisten, dass eine Aufwertung der eigenen Währung das Exportgeschäft benachteiligt. Durch die geldpolitischen Interventionen wird physisches Gold weiterhin im Fokus der Anleger bleiben. Physisches Silber hat betreffend seine geldnahe Qualität ein vergleichbares Potenzial wie Gold. Es ist aber noch viel mehr ein industrielles Metall, welches aufgrund seiner herausragenden thermischen und elektrischen Leitfähigkeit in der Industrie und aufgrund seiner antiseptischen Qualitäten bei pharmazeutischen Applikationen sehr gefragt ist. Mit der Markterholung dürfte die Nachfrage und mit ihr der Silberpreis wieder anziehen.

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Autoabsatz und Metallpreise

Physisches Platin und Palladium sind neben der Verwendung als Schmuckmetalle elementare Bestandteile bei katalytischen Prozessen und bei Energiespeichermedien wie Brennstoffzellen. Sie haben mit dem Rückgang der Autoabsatzzahlen in der Finanzkrise stark korrigiert und werden in der Markterholung insbesondere von positiven Signalen aus diesem Sektor beflügelt. Daneben nimmt erfreulicherweise der staatliche Druck zugunsten von umweltfreundlichen Technologien stark zu, was physisches Platin und Palladium zu Protagonisten der ökologischen Revolution macht. Eine hervorragende Eigenschaft nehmen alle Edelmetalle für sich in Anspruch: Unabhängig von ihren industriellen Applikationen handelt es sich um rare Güter, die nicht wie Geld gedruckt werden können und deren Vorkommen endlich sind. Die demografische Entwicklung und das Bedürfnis der Menschen nach realen Werten werden ihren exklusiven Status in jedem Wirtschaftszyklus nachhaltig untermauern.

Sondervermögen schützen

Die Schweizer Produzenten verfügen über einzigartige Sicherheiten und die weltweit ersten ETF mit Währungsabsicherung. Während andere Provider Schuldverschreibungen oder Trusts einsetzen, sind die Schweizer ETF konkursprivilegierte Sondervermögen und von der Prosperität der Emittentin unabhängig. Dies ist für viele Edelmetallinvestoren ein gewichtiges Argument, kommt es doch dem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit entgegen.