Die Chancen für die geplante Fusion der Zementkonzerne Holcim und Lafarge steigen. Der Holcim-Grossaktionär Eurocement, der dem Vorhaben bislang kritisch gegenüberstand, erklärte am Mittwoch, einen Sitz im Verwaltungsrat des neuen Konzerns einnehmen zu wollen.

Für den Posten solle der Eurocement-Eigner Filaret Galchev nominiert werden. Ein Holcim-Sprecher sagte, man habe die Interessensbekundung zur Kenntnis genommen. «Entsprechend prüfen wir die Möglichkeiten, wie das stattfinden kann.»

Mehrere Aktionäre dagegen

Durch die rund 40 Milliarden Euro schwere Fusion von Holcim aus der Schweiz und Lafarge aus Frankreich soll der weltgrösste Zement-Hersteller entstehen. Mehrere Aktionäre sind bislang aber nicht überzeugt und drohen mit einer Verweigerung der Zustimmung. Zwei Drittel der Holcim-Aktionäre müssen der Fusion bei der Generalversammlung am 8. Mai zustimmen.

Am Mittwoch hatte bereits der bisher zögerliche Holcim-Grossaktionär Harris Associates positive Signale gesandt. «Wir tendieren dazu, den Holcim-Lafarge-Deal zu unterstützen», hatte David Herro vom Fondshauses Harris Associates der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» gesagt.

(reuters/dbe)