Die Freude über die Viertelfinal-Qualifikation des FC Basel in der Europa League währte nur kurz. Weil einige Fans in Salzburg beim 2:1-Auswärtssieg einen Spielunterbruch provozierten, greift die Uefa nun hart durch. 

Das Verdikt: Der FC Basel wird  das Heimspiel gegen den FC Valencia vom kommenden Donnerstag im Joggeli vor leeren Rängen bestreiten müssen. Ein zweites Geisterspiel wird dem FCB auf Bewährung auferlegt. Das heisst: Kommt es in den kommenden zwei Jahren noch einmal zu einem Zwischenfall, gleich, oder ähnlich wie in Österreich, droht ein erneuter Zuschauerausschluss.

Ein Verlust, der richtig schmerzt

Nebst der Busse verliert der FC Basel folglich auch wertvolle Matcheinnahmen. Die genaue Höhe ist natürlich von der Zuschauerzahl abhängig – die Europa League ist weniger attraktiv als die Königsklasse, die Champions League. In jener liegt für den FCB der Netto-Deckungsbeitrag mit ausverkauftem Stadion bei rund 1,5 Millionen Franken. Das entspricht rund dem Vierfachen eines nationalen Super-League-Spiels.

Anzeige

«Unschuldigen Fans beträchtlichen Schaden zugefügt» 

Der FCB verzichtet auf einen Rekurs: «Der Schiedsrichter traf diese schwerwiegende Massnahme (Spielunterbruch, Anm. d. Red.), weil aus dem Gästesektor der FCB-Fans im Salzburger Stadion verschiedene Gegenstände aufs Spielfeld geworfen wurden», heisst es in einer Stellungnahme des Vereins. «Der FCB distanziert sich deshalb in aller Form von Matchbesuchern, die dem Verein, der Mannschaft und den unschuldigen Fans diesen beträchtlichen Schaden zugefügt haben.»

Die Uefa dürfte in ihrem Urteil die Vorfälle in Salzburg nicht isoliert betrachtet haben – sprich: Der FCB war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach negativ aufgefallen. «Der FCB möchte diese für alle belastende Sanktion möglichst rasch hinter sich bringen und nicht in eine mögliche Fortsetzung des laufenden Wettbewerbes oder gar in eine mögliche Europacup-Kampagne des nächsten Herbstes mitnehmen müssen», heisst es in der Stellungnahme aus Basel.