Das Bekleidungsunternehmen Charles Vögele musste im ersten Halbjahr 2013 erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen und steckt weiterhin in den roten Zahlen. Der Bruttoumsatz fiel um 4 Prozent auf 555 Millionen Franken und der Nettoumsatz ebenfalls um 4 Prozent auf 466 Millionen. Unter dem Strich betrug der Reinverlust 21 Millionen Franken, nach einem Minus von 54 Millionen im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Weiter gab das Unternehmen bekannt, das Interim-CEO Markus Voegeli als CEO bestätigt wird.

Der Ebitda war mit 4 Millionen Franken wieder positiv, nach einem Minus von 23 Millionen im Vorjahr. Der Ebit blieb mit 16 Millionen im roten Bereich, verbesserte sich aber von -48,5 Millionen im Vorjahr, so die Meldung.

Erwartungen teils übertroffen

Mit den Zahlen hat der Bekleidungskonzern die Erwartungen des Marktes beim Umsatz in etwa getroffen, auf Gewinnstufe dagegen übertroffen. Die Analysten der Bank Vontobel und der ZKB hatten mit einem Nettoumsatz von 465 bzw. 477 Millionen Franken, einem Ebit von -35 bzw. -28 Millionen Franken und einem Verlust von 42 bzw 32,3 Millionen Franken gerechnet.

Der Bruttogewinn verbesserte sich im ersten Halbjahr um 6 Prozent auf 303 Millionen Franken. Die entsprechende Bruttogewinnmarge erhöhte sich auf 65 Prozent von 59 Prozent, vor allem dank eines aktiven Abschriftenmanagements, heisst es weiter.

Für das Gesamtjahr rechnet Charles Vögele wie schon im Frühjahr mit einem «deutlich verbesserten Betriebsergebnis». Priorität im zweiten Halbjahr 2013 hätten die Umsetzung der eingeleiteten Turnaround-Massnahmen, heisst es. Der schrittweise Rückzug aus den Märkten Polen und Tschechien verlaufe nach Plan, über einen allfälligen Rückzug aus Ungarn soll im Herbst 2013 entschieden werden.

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(tke/aho/awp)