Der Chef des zweitgrössten US-Gasproduzenten Chesapeake zieht die Konsequenzen aus einer Serie umstrittener Kreditgeschäfte und tritt zurück. Wie der Konzern am Dienstagabend mitteilte, wird Verwaltungsratspräsident und -mitgründer Aubrey McClendon zum 1. April die Firma verlassen.

Die Aktie des Energieunternehmens profitierte von der Nachrichten und stieg nachbörslich um neun Prozent. Die US-Börsenaufsicht SEC wie auch das Chesapeake-Direktorium ermitteln gegen den 53-Jährigen.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aus dem vergangenen Frühjahr zufolge hat McClendon über drei Jahre lang Kredite von 1,1 Milliarden Dollar aufgenommen und seine Anteile an Chesapeake-Ölquellen als Sicherheit hinterlegt.

Das Geld hat er Reuters vorliegenden Unterlagen zufolge genutzt, um in den Genuss potenziell lukrativer Sondervergütungen zu kommen: McClendon soll mit den Mitteln Beteiligungen an eben jenen Öl- und Gasquellen finanziert haben, die er als Sicherheit für die Kredite hinterlegt hat. McClendon hatte einen Interessenskonflikt bestritten.

(chb/aho/sda)