Der Vermögensverwalter Julius Bär hat seinem Chef für 2013 weniger bezahlt als im Vorjahr. Gemäss dem am Montag veröffentlichten Vergütungsbericht wird Boris Collardi seine Arbeit mit total 5.89 Millionen Franken vergolten – nach 6.68 Millionen im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von fast 12 Prozent. Verwaltungsratspräsident Daniel Sauter erhält insgesamt 1.06 Millionen Franken, wovon 400'000 auf das Basissalär und rund 600'000 auf aktienbasierte Vergütungen entfallen.

Wie es weiter heisst, sei die leistungsorientierte Vergütung auf Geschäftsleitungsebene für alle variablen Vergütungselemente eingeführt worden. Zudem bestehe der neue Vergütungsplan aus einem aufgeschobenen Bonusprogramm und einem Aktien-Performance-Plan. Für die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung wurden ferner Richtlinien für den Aktienbesitz eingeführt, um ihr Engagement für Julius Bär zu verstärken, wie es heisst.

So gilt für den Präsidenten des Verwaltungsrates 25'000 Aktien und für die restlichen Mitglieder des Gremiums 7'500 Titel als Minimum. Auf Managementebene beträgt das Minimum für den CEO 100'000 Aktien, für die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung 30'000 Aktien. Bär-Chef Collardi besitzt gemäss dem Bericht 125'000 Aktien.

Anzeige

Sesselwechsel im Verwaltungsrat

Im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht teilte Julius Bär eine personelle Veränderung im Verwaltungsrat mit. So hat sich Leonhard Fischer entschieden, an der Generalversammlung 2014 aus dem Gremium der Julius Bär Gruppe AG und der Bank Julius Bär & Co. AG zurückzutreten. Er habe diesen Entscheid gefasst, um Interessenskonflikte im Zusammenhang mit der beabsichtigten Übernahme der BHF-Bank durch die Kleinwort Benson Group zu vermeiden, heisst es.

Die Kleinwort Benson Group ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von RHJ International SA, wo Fischer die Funktion des CEO innehat und Mitglied des Verwaltungsrates ist.

(awp/moh/sim)