Marcel Dietrich, Chef der Globus-Warenhäuser, spendet bereits seit Jahren regelmässig. «Nicht nur an Weihnachten», betont er. «Ich empfinde es als Selbstverständlichkeit und echtes Bedürfnis, mit anderen Menschen zu teilen». Seine Spenden konzentriert er bewusst auf zwei, drei Organisationen. In seiner Funktion als Konzernchef verspüre er dagegen nicht die gleiche Freiheit zu spenden, da es sich um anvertrautes Geld handle. «Bei Globus pflegen wir, unseren besten Kartenkunden auf Weihnachten hin jeweils eine kleine Aufmerksamkeit - sei es eine Flasche Wein oder sei es eine Cadeau Card - zu schenken. Auch dieses Jahr möchten wir ihnen danken, jedoch in einer neuen Form.» Globus verzichte auf das Präsent und überweise dafür grössere Spenden an drei karitative Organisationen.

Konrad Hummler, geschäftsführender Teilhaber der Bank Wegelin & Co. Privatbankiers, legt neben finanziellen Zuwendungen grossen Wert auf persönliches Engagement - etwa für die Solaqua-Stiftung. «Sie leistet dank einer genial einfachen Idee einen massgeblichen Beitrag zur Lösung des Trinkwasserproblems in Entwicklungsländern», erklärt Hummler. Oder die Edunamica-Stiftung - sie unterstütze erzieherische, bildungsbezogene und humanitäre Initiativen und Projekte zugunsten von Jugendlichen in Lateinamerika. Und auch die bekannte Pestalozzi-Stiftung gehört zu unseren Spendenempfängern. Hummlers ganz persönliches Engagement, das er auch aus seiner Privatschatulle unterstütze, gilt der J.S. Bach-Stiftung. Sie hat zum Ziel, das gesamte Vokalwerk des grossen Komponisten zur Förderung des Kulturlebens in der Ostschweiz zur Aufführung zu bringen.

Burkhard Varnholt, Konzernleitungsmitglied der Bank Sarasin, gründete vor fünf Jahren sein eigenes kleines Hilfswerk «Kids of Africa». Es betreibt in Uganda ein Dorf für verwaiste und ausgesetzte kleine Kinder. «In Afrika besagt ein traditionelles Sprichwort, dass man ein Dorf benötigt, um ein Kind zu erziehen», sagt Varnholt. «Kids of Africa gibt über 80 schutz- und hilflosen Kindern, denen das Schicksal ihre Familien und zum Teil ihre Gesundheit geraubt hat, ein starkes Zuhause, eine liebevolle Familie und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.» Dabei sei ihm wichtig, dass die Arbeit effizient sei und nachhaltig wirke. «Dank einem kleinen, hervorragend eingespielten Team kann Kids of Africa diese nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Hier weiss ich, dass meine Weihnachtsspende ohne Verlust da ankommt, wo sie am meisten bewirkt und benötigt wird.»

Anzeige

Edgar Oehler, VR-Präsident und CEO der Arbonia-Forster-Gruppe, will in diesem Jahr rund 15 000 Menschen helfen. «Weihnachten ist für uns ein Grund, unseren Partnern weltweit für die Zusammenarbeit während des zu Ende gehenden Jahres zu danken», erklärt Oehler. «Das ist jeweils ein grösseres Vorhaben - ich schätze, dass in der ganzen AFG und ihren Divisionen rund 15000 Empfänger angesprochen werden.» Der Kreis der Empfänger ist breit und ohne Einschränkung. «Er umfasst von der Raumpflegerin über die Arbeitnehmer bis hin zum Präsidenten der Unternehmen, ja sogar die Akteure im Ausbildungsbereich oder religiöse Kreise und Politiker im In- und Ausland», berichtet Oehler. Je nach Grad und Qualität der Arbeit würden die persönlichen Glückwünsche mit einem Geschenk begleitet.

Peter Gomez, Präsident der Schweizer Börse SIX, unterstützt afrikanische Wirtschaftsuniversitäten. Als Board-Mitglied des Global Business School Network hilft er mit, die Forschung und Lehre der Institutionen zielgerichteter auf die jeweiligen Probleme des Landes auszurichten. «Das Board wie auch die SIX Group unterstützen die Initiative mit einem massgeblichen Betrag», sagt Gomez. Das mache am Jahresende jeweilen eine erkleckliche Summe aus. Diesem Netzwerk würden immerhin 40 der weltweit führenden Wirtschaftsuniversitäten angehören.

Die Raiffeisen-Banken unter der Führung von Pierin Vincenz unterstützen über das ganze Jahr gemeinnützige Organisationen in ihren Geschäftskreisen. «Sie verstärken diese Aktivitäten um Weihnachten mit verschiedenen Engagements», erklärt Vincenz. Die Raiffeisenbank St. Gallen zum Beispiel gewähre der Lehr- und Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderungen, der Valida, Gastrecht in ihrer Kundenhalle für die Weihnachtsausstellung. Mit einem Zustupf der Bank würden die Behinderten zudem einen Ausflug ins Reich der Tiere machen.

Unternehmer und FDP-Nationalrat Johann Schneider-Ammann spendet jedes Jahr an gemeinnützige Institutionen. «Das Haus Ammann hat früh, vor 15 Jahren schon, entschieden, keine Weihnachtsgeschenke mehr an die Kundschaft zu verschicken», sagt Schneider-Ammann. «Stattdessen schreiben wir in unserem Weihnachtsbrief an die Geschäftspartner: ‹Mit Ihrem Einverständnis lassen wir auch in diesem Jahr einer Anzahl wohltätiger Institutionen einen Unterstützungsbeitrag zukommen›.» Dabei würde mindestens eine nationale, mindestens eine kantonale und mindestens eine Handvoll regionaler und lokaler Organisationen berücksichtig. «Wir sind überzeugt, dass das Geld so richtiger eingesetzt ist, und freuen uns Jahr für Jahr über die Kundenreaktionen: Die allermeisten teilen unsere Politik und bedanken sich ihrerseits. Einzelne kopieren uns sogar.»