Eine unerwartete Verlustankündigung und der überraschende Abgang von Konzernchef Daniel Frutig haben die Aktie von Arbonia-Forster einbrechen lassen. Der Titel des Bauausstatters stürzte in einem schwächeren Gesamtmarkt um 12,2 Prozent auf 28 Franken ab.

Die Arbonia-Forster-Gruppe rechnet nach hohen Wertberichtigungen für 2013 mit einem Konzernverlust von rund 42 Millionen Franken. AFG plant nun einen Neubeginn mit einem neuen Konzernchef. Daniel Frutig verlässt das Unternehmen per sofort. «Der Verwaltungsrat anerkennt die Leistungen von Daniel Frutig in der Bereinigung des Portfolios und strategischen Ausrichtung während den letzten knapp drei Jahren und spricht ihm dafür seinen Dank aus», so AFG in einer Mitteilung.

Hohe Abschreiber auf STI Group

Interimistisch wird das Unternehmen von Verwaltungsratspräsident Rudolf Graf geleitet, wie AFG mitteilte. Die Suche nach dem künftigen Firmenchef sei eingeleitet worden. «Mit Blick auf die bevorstehende Phase der konsequenten Umsetzung der definierten Strategie, der Sicherstellung eines dynamischen Wachstums und der Überführung der heutigen Konzernstruktur in eine schlanke Industrieholding-Organisation haben sich der Verwaltungsrat und der CEO geeinigt, die Führung des Unternehmens neu zu besetzen» so die Begründung.

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2013 muss AFG gemäss Mitteilung Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt rund 73 Millionen Franken vornehmen. Rund 64 Millionen an Wertberichtigungen gehen dabei auf das Konto der in der Oberflächentechnologie tätigen STI Group in Steinach TG. Sie soll nun verkauft werden. Der Rest geht auf den Verkauf der AFG Küchen zurück.

(sda/se)