Die chemische und pharmazeutische Industrie ist ein wichtiger Wachstumsmotor der Schweiz. Die Branche bietet in der Schweiz Arbeitsplätze für gut 64000 Mitarbeitende, davon für über 8000 hoch qualifizierte Personen in der Forschung. In den letzten Jahren sind jeweils hunderte von neuen Arbeitsplätzen entstanden. Die wirtschaftspolitischen Interessen dieser erfolgreichen Unternehmen werden durch SGCI Chemie Pharma Schweiz vertreten. Diesem gesamtschweizerischen Branchenverband sind rund 250 Firmen angeschlossen, neben den weltbekannten multinationalen Unternehmen auch viele KMU. Die Industrie konzentriert sich auf die Nordwestschweiz, ist aber auch in Genf, im Wallis, in Graubünden, im Mittelland und im Tessin angesiedelt.

Weltweit beste Talente gesucht

Lebensnerv der Branche ist die anhaltende Innovation. Rund ein Viertel aller Umsätze wird mit Produkten erwirtschaftet, die weniger als fünf Jahre alt sind. Folgerichtig setzt sich SGCI Chemie Pharma Schweiz in der Schweiz für ein marktwirtschaftliches und innovationsfreundliches Umfeld ein. Die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wird wesentlich durch ihre Innovationsleistung bestimmt, und diese bedarf dauernder Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen. Die hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind dafür ein Beleg. Sie betragen im Pharmasektor 18% des Umsatzes, 8% im Sektor Pflanzenschutz und 4% in der Spezialitätenchemie. Weltweit belaufen sich die Forschungsinvestitionen der schweizerischen chemischen und pharmazeutischen Unternehmen auf mehr als 16 Mrd Fr. Davon werden etwa 5 Mrd in der Schweiz getätigt. Unser Land ist somit nach wie vor ein sehr bedeutender Forschungs- und Entwicklungsstandort. Für ihre innovative Tätigkeit braucht die Branche die weltweit besten Talente. Zu den vornehmsten Aufgaben des Verbandes gehört somit, das Ansehen der Naturwissenschaften und Technik in der Schweizer Bevölkerung gezielt zu stärken.

Exportüberschuss

Im Jahre 2006 exportierte die chemische und pharmazeutische Industrie Produkte im Wert von 63 Mrd Fr. und erzielte dabei einen Exportüberschuss von 27 Mrd Fr. Die Exporte nahmen im letzten Jahr um 14,8% zu. Damit stammen heute 34 von 100 Exportfranken aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Auch im 1. Halbjahr 2007 haben die Exporte nochmals kräftig zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen sie um 11,7% auf 35,3 Mrd Fr. Der Exportüberschuss der Branche konnte damit nochmals um eine Milliarde auf 14,8 Mrd Fr. erhöht werden.
Diese wenigen Zahlen unterstreichen nicht nur die grosse volkswirtschaftliche Bedeutung der chemischen und pharmazeutischen Industrie für die Schweiz. Sie machen auch deutlich, wie wichtig es für unser gesamtes Land ist, die Erschliessung neuer Wissensgebiete und Technologien und deren industrielle Nutzung nicht zu verzögern oder gar zu verunmöglichen. Entsprechend verdient auch das geistige Eigentum in der Schweiz einen international vorbildlichen, starken Schutz.

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Beat Moser, Direktor, SGCI Chemie Pharma Schweiz, Zürich.