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Pionier
China Construction Bank beginnt Arbeit in Zürich

China Construction Bank: Erste China-Bank mit Schweizer Handelslizenz. Keystone

Was lange währt, soll endlich gut werden: Die China Construction Bank startet als erste chinesische Bank in Zürich. Das soll der Anfang der Schweiz als Renminbi-Drehscheibe sein.

Veröffentlicht am 15.01.2016

Die China Construction Bank (CCB) hat in Zürich ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie ist die erste chinesische Bank, die eine Schweizer Banklizenz erhalten hat, mit der sie als Handelszentrum für die chinesische Währung Renminbi tätig werden kann.

Der Zuzug der CCB übe für den Finanzplatz Zürich und die Schweiz eine positive Signalwirkung aus, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung. Zürich werde damit nach London, Frankfurt und Luxemburg zu einer europäischen Drehscheibe für den Offshore-Handel mit Renminbi.

Einfacherer Handel

Der Handel hiesiger Unternehmen mit einem der grössten Exportländer der Welt werde durch die direkte Abrechnung in der chinesischen Währung einfacher und sicherer. Zudem gewinne auch der Finanzplatz Schweiz dank seinem Beitrag zur Internationalisierung und Stärkung des Renminbi an weltwirtschaftlicher Bedeutung.

Die CCB will sich vor allem auf erstklassige Finanzdienstleistungen für chinesische Unternehmen, die in der Schweiz investieren, für chinesische und schweizerische Import- und Exportunternehmen und für einheimische und internationale Finanzinstitutionen konzentrieren.

Renminbi-Handelszentrum

Zudem werde die CCB in der Schweiz grenzüberschreitende Geschäfte mit der chinesischen Währung entwickeln und ein Renminbi-Handelszentrum aufbauen, heisst es in der Mitteilung. In Zukunft wolle die CCB auch in der Vermögensverwaltung, im Private Banking und im Asset-Management-Geschäftsbereich tätig werden.

Eröffnet wurde die CCB-Filiale in Zürich am Donnerstag von CCB-Vizepräsident Xiusheng Pang, der chinesischen Botschafterin in der Schweiz, Jinghu Hu, Nationalbankpräsident Thomas Jordan sowie dem Geschäftsleitungsvorsitzenden von SwissBanking Claude-Alain Margelisch.

Politprominenz gibt sich die Ehre

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walter Späh (FDP) würdigte die Bedeutung des neuen Handelszentrums für den Finanzplatz Zürich und verwies auf die wichtigen Impulse für die Geschäftsbeziehungen zwischen der Schweiz und China. Mit der symbolische Übergabe eines Schlüssels an den Leiter der Zürcher CCB-Filiale, David Gong, hiess Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) die Bank und ihre Belegschaft in Zürich willkommen.

Die Voraussetzung für den Aufbau eines Renminbi-Hubs in Zürich hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Juli 2014 mit dem Abschluss eines Renminbi-SWAP-Abkommens mit der Zentralbank der Volksrepublik China geschaffen. Im Herbst 2015 erhielt die CCB die Schweizer Banklizenz.

Die CCB zählt zu den grössten Handelsbanken in China. Am 30. September 2015 belief sich die Bilanzsumme auf 18,32 Billionen Renminbi (2'803 Milliarden Franken) und der Gewinn auf 192,1 Milliarden Renminbi (29,4 Milliarden Franken).

(awp/ise/chb)

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