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China-Firmen investieren kräftig in der Schweiz

Der rote Run: Immer mehr China-Firmen kommen in die Schweiz. Keystone

Chinas rote Riesen sind in der Schweiz auf dem Vormarsch. Immer mehr Firmen aus der Volksrepublik investieren hierzulande oder lassen sich gar nieder.

Von Sven Millischer
am 21.10.2015

Der rote Run erreicht die Schweiz. Gemäss dem Wirtschaftsinformationsdienst Bisnode D&B sind in der Schweiz bereits mindestens 60 Unternehmen mit chinesischen Muttergesellschaften registriert, wie eine exklusive Auswertung für die «Handelszeitung» zeigt. Auch bei der Zahl der Übernahmen hiesiger Firmen durch chinesische Eigner ist die Schweiz im Europavergleich top.

So hat die auf China-Deals spezialisierte The Corporate Finance Group (TCFG) zwischen 2011 und 2015  insgesamt 44 Übernahmen ausgemacht. Bezogen auf die paneuropäischen M&A-Aktivitäten der Chinesen schneidet die Schweiz damit überdurchschnittlich gut ab. Sie landet hinter Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Spanien und Italien auf Platz sechs.

Neue Firmen rücken in den Fokus

Die Chinesen passten dabei ihren Übernahmefokus zusehends an, stellt TCFG-Partner Beat Unternährer fest. Neben Industrieproduktionen rücken zunehmend technologieintensive Dienstleistungsbetriebe in den Mittelpunkt. «Unsere chinesischen Kunden schauen sich hierzulande vermehrt Gesundheitsanbieter, Qualitätsmanager, aber auch Bildungs- und Cleantech-Unternehmen an», sagt Unternährer.

Dies gilt, obwohl der jüngste Börsencrash und die Wachstumsschwäche in China die Übernahmephantasie etwas eingetrübt haben. Das Geld sitzt zwar nicht mehr so locker wie bisher. Doch mittel- und längerfristig komme der Schweiz bei der chinesischen Auslandexpansion eine «überproportionale Rolle» zu, sagt der M&A-Spezialist.

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