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Chinas Autohändler geraten wegen Börse unter die Räder

China: Vermehrt nur noch gucken, aber nicht kaufen.   Keystone

Die Autohändler in China geraten durch den Börsen-Rutsch unter Druck. Bis zu 30 Prozent weniger Kundschaft schmerzt über die ganze Branche hinweg.

Veröffentlicht am 11.07.2015

In China berichten Autohändler von einer sinkenden Nachfrage nach deutschen Oberklassemarken wegen des Börsen-Crashs und der Konjunkturabkühlung. In den vergangenen vier Wochen hätten 20 bis 30 Prozent weniger Kunden die Verkaufsräume von Mercedes-Benz aufgesucht als vor einem Jahr, sagte ein Manager einer grösseren Händlergruppe.

Ein Kollege, der BMW -Fahrzeuge verkauft, äusserte sich ähnlich. Die Geschäfte seien bereits in den vergangenen 18 Monaten schleppend gelaufen, doch inzwischen seien noch grössere Kaufanreize erforderlich. «Wenn Leute jetzt in den Verkaufsraum kommen, denken sie nicht daran, ihre Portemonnaies zu öffnen, wenn die Preisnachlässe unter 15 Prozent liegen», ergänzte er. Weder von Daimler noch von BMW waren Stellungnahmen dazu zu erhalten.

Seit 2012 Preisverfall

An Chinas Aktienmärkten sind die Kurse in den vergangenen Wochen dramatisch abgesackt. Dies trifft auch viele Verbraucher, die an der Börse spekuliert haben und nun weniger Geld für kostspielige Anschaffungen wie Autos zur Verfügung haben. Der chinesische Branchenverband schraubte zuletzt seine Absatzprognose für den weltgrössten Automarkt deutlich zurück.

Nach Erhebungen der Marktforscher von Jato Dynamics liegt die Preisempfehlung der Hersteller für einen Pkw im Schnitt bei umgerechnet etwa 41'000 Euro. Die tatsächlich gezahlten Preise seien seit 2012 kontinuierlich zurückgegangen und beliefen sich mittlerweile auf weniger als 25'000 Euro. Mehrere Autobauer wie Volkswagen und die Opel-Mutter General Motors (GM) haben bereits ihre Empfehlungen entsprechend angepasst.

Der BMW-Händler sagte, er versuche den Konzern davon zu überzeugen, die Verkaufsziele zu senken. Dann hätte er selbst weniger Druck, die Preise zu senken, um die Vorgaben zu erfüllen, erläuterte er.

(reuters/chb)

 

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