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Gefahr
Chinas Banken: Faule Kredite zerfressen Bilanzen

Bank of China in Beijing: Gespanntes Warten auf Geschäftszahlen. Keystone

Die Aufseher warnen: In den Bilanzen der chinesischen Banken befänden sich immer mehr ausfallgefährdete Darlehen. Diese Problemkredite summierten sich auf mehrere hundert Milliarden Euro.

Veröffentlicht am 06.08.2015

Die chinesischen Staatsbanken haben nach Erkenntnissen der Branchenaufseher immer mehr faule Kredite in ihren Bilanzen. Diese gehen vor allem auf das langsamere Wachstum im Land zurück, das viele Industrieunternehmen in der Volksrepublik trifft.

Wie aus einer Mitschrift hervorgeht, die Reuters einsehen konnte, hat der Vorsitzende der Bankenregulierungskommission vergangene Woche davor gewarnt. Shang Fulin sagte demnach, die Problemkredite würden sich zum Halbjahr 2015 auf umgerechnet 266 Milliarden Euro summieren.

Warten auf Banken-Zahlen

Der Regulierer ergänzte, Ende Juni seien 1,82 Prozent aller Darlehen in den Büchern ausfallgefährdet gewesen. Anfang 2015 waren es 0,22 Prozent. Die chinesische Wirtschaft wächst derzeit mit einem Tempo von rund sieben Prozent - so wenig für China wie seit etwa einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

Zahlen der fünf grössten chinesischen Staatsbanken, darunter ICBC und die Bank of China, werden in den nächsten Wochen erwartet. Es wird damit gerechnet, dass sich der Gewinnzuwachs verlangsamt.

(sda/dbe/chb)

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