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Warnung
Chinas Banken gehen ein sehr hohes Risiko ein

Chinesische 100-Yuan-Noten: Rekapitalisierung der Banken könnte teuer werden. Keystone

Die Ratingagentur S&P warnt vor Kosten von bis zu 1,7 Billionen Dollar, falls die chinesischen Banken weiter im gleichen Stil Kredite vergeben. Die enormen Firmen-Schulden seien extrem gefährlich.

Veröffentlicht am 11.10.2016

Die Ratingagentur S&P sieht bei den chinesischen Banken angesichts enormer Schulden der dortigen Unternehmen steigende Risiken. Sie würden bei Zahlungsausfällen im schlimmsten Fall bis zu 1,7 Billionen Dollar (rund 1,5 Billionen Euro) an Kapital benötigen, erklärte S&P am Dienstag.

Ende 2015 hätten faule Kredite einen Anteil von 5,6 Prozent an den vergebenen Darlehen gehabt. Dieser könne bei unvermindertem Tempo der Kreditvergabe auf elf bis 17 Prozent steigen. Komme es so, benötigten die Geldhäuser bis 2020 den Billionenbetrag zur Rekapitalisierung.

Blasenwarnung auch vom IWF

Zuletzt hat der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer Kreditblase gewarnt. Bereits jetzt sässen die chinesischen Unternehmen auf einem Schuldenberg von 18 Billionen Dollar, was 169 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes entspreche.

(reuters/gku)

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