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Mischkonzern
Chinas Behörden erhöhen Druck auf HNA

Chinas Behörden erhöhen Druck auf HNA
HNA: Immer wieder in der Kritik. Keystone

Chinas Aufsicht verbietet im nächsten halben Jahr Finanzhilfen der Tochter Bohai Life Insurance an den Mutterkonzern. HNA steht wegen seiner Einkaufstour und der Firmenstruktur unter Beobachtung.

Chinas Versicherungsaufsicht erhöht den Druck auf den Mischkonzern HNA. Die CIRC untersagte am Donnerstag für die nächsten sechs Monate jegliche Finanzhilfen der Versicherungstochter Bohai Life Insurance an den Mutterkonzern.

Bei Bohai Life seien bei einer Überprüfung zwischen Mitte März und Mitte April Probleme unter anderem bei internen Kontrollen und Transaktionen zutage getreten. Bohai Life erklärte, diese anzugehen. HNA war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Undurchsichtige Konzernstruktur

Bereits im Juni hatte die Bankenaufsicht Kredite an übernahmehungrige Firmen unter die Lupe genommen, darunter auch an den Mischkonzern HNA. Dieser steht wegen seiner undurchsichtigen Konzernstruktur und seiner Einkaufstour im Ausland bei Aufsehern und Banken unter besonderer Beobachtung.

In den vergangenen beiden Jahren unterzeichnete HNA Deals im Wert von mehr als 50 Milliarden Dollar. In der Schweiz gehören der Airline-Caterer Gategroup, die Flugzeugwartungsfirma SR Technics sowie der Flugzeug- und Flughafendienstleister Swissport dem Konzern.

Riesiges Portfolio

Zudem ist HNA beim Reisedetailhändler Dufry eingestiegen. Weiter bringt der Rohstoffkonzern Glencore seine Erdöllager-Sparte in ein Joint Venture mit der chinesischen HNA-Gruppe ein. Der Deal hat einen Wert von 775 Millionen Dollar. Bei der Deutschen Bank ist HNA Grossaktionär. Ferner ist der Konzern an der Hotelgruppe Hilton beteiligt.

(sda/gku)
 

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