Chinas Grossbanken werden einer Studie zufolge immer dominanter. Die vier Geldhäuser mit den grössten Gewinnen im vergangenen Jahr kamen allesamt aus der Volksrepublik, wie aus einem am Montag veröffentlichten Ranking des Magazins «The Banker» hervorgeht.

Am besten schnitt ICBC mit einem Profit von gut 59 Milliarden Dollar ab. Auf den weiteren Plätzen folgten die China Construction Bank, die Agricultural Bank und die Bank of China. Die chinesischen Institute verdienten zusammen fast doppelt so viel wie ihre amerikanischen Rivalen, die wiederum traditionell deutlich mehr einnehmen als europäische Häuser. Wells Fargo war die beste US-Bank 2014 mit einem Gewinn von knapp 34 Milliarden Dollar.

Nebenrolle in Übersee

ICBC wurde zudem zum dritten Mal in Folge gemessen an der Kapitalausstattung zur stärksten Bank der Welt gekürt. Die Geldhäuser der Volksrepublik profitieren vom grossen Heimatmarkt und ihrer Expansion ins Ausland, auch wenn sie in Übersee noch immer nur eine Nebenrolle spielen.

Die grössten Verluste mussten Banken in Italien und Griechenland hinnehmen. Am schlechtesten schnitt Monte dei Paschi aus der Toskana ab. Hier summierte sich der Verlust auf 9,3 Milliarden Dollar.

(reuters/ise/hon)

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