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Strafe
Chinas Handybauer ZTE legt Iran-Streit bei

ZTE: Exporte in den Iran waren für US-Behörden unrechtmässig. Keystone

ZTE einigt sich mit den US-Behörden wegen der Umgehung von Sanktionen auf die Bezahlung von rund 900 Millionen Dollar. Zudem bekennt sich der chinesische Konzern als Teil der Vereinbarung schuldig.

Veröffentlicht am 07.03.2017

Der chinesische Telekom-Ausrüster und Handy-Hersteller ZTE legt gegen die Zahlung von 892 Millionen Dollar den Streit mit den USA über die Verletzung von Sanktionen gegen den Iran bei. «ZTE bekennt sich zu seinen Fehlern, übernimmt für sie die Verantwortung und arbeitet weiter an einem positiven Wandel im Unternehmen», erklärte Konzernchef Zhao Xianming am Dienstag. Als Teil der Vereinbarung mit den Handels-, Finanz- und Justizministerien der USA bekenne man sich schuldig. Die US-Behörden bestätigten die Einigung.

Das Handelsministerium hatte die Ermittlungen nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters aufgenommen, demzufolge ZTE Hard- und Software im Wert von mehreren Millionen Dollar in den Iran geliefert hatte. Die USA sahen darin eine Verletzung der Sanktionen gegen die Islamische Republik und verhängten Strafmassnahmen. So durften amerikanische Zulieferer ZTE keine Teile zur Verfügung stellen.

Nummer vier in den USA

Zu den US-Partnern gehören der Softwareriese Microsoft sowie die Chip-Hersteller Intel und Qualcomm. ZTE ist einer der grössten Telekomausrüster weltweit. In den USA ist das Unternehmen zudem die Nummer vier der Smartphone-Branche hinter Apple, Samsung und LG.

(reuters/gku)
 

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