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Chinas Top-Banker bekommen halben Lohn

Mao in Peking: Bankerlöhne erinnern an kommunistische Zeiten. Keystone

Die staatliche Gehaltsreform bei den grössten chinesischen Banken zeigt klare Wirkung. Die Vergütungen der Topbanker haben sich vergangenes Jahr halbiert. Nun sind andere Branchen an der Reihe.

Veröffentlicht am 05.04.2016

In China hat die staatlich angeordnete Gehaltsreform die Vergütung der Vorstandchefs der fünf grössten Banken vergangenes Jahr halbiert. So verdiente etwa Jiang Jianqing, Leiter des nach Anlagen weltgrössten Kreditinstituts Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), nur noch umgerechnet knapp 75'000 Euro, wie aus dem zuletzt vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht.

Das war weniger als ein Prozent des Gehalts von JPMorgan-Chef Jamie Dimon 2015. Gleiches droht den Bossen von 72 weiteren grossen Staatsfirmen, wie etwa PetroChina oder China Mobile. Die Regierung in Peking will Unternehmen in Staatsbesitz reformieren und streicht dabei auch die Gehälter der Vorstände zusammen.

Zinskürzungen und Kreditausfälle

Die Einbrüche beim Lohn gehen bei den Kreditinstituten mit einem deutlich schwächeren Gewinnwachstum einher. Den Banken machen vor allem Zinskürzungen und Kreditausfälle zu schaffen. Die nach den USA zweitgrösste Volkswirtschaft leidet unter einem deutlich abgeflauten Wirtschaftswachstum, das die Regierung mit Reformen abzustützen versucht.

(reuters/gku/ama)

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