China behauptet zum siebten Mal in Folge den Thron im Wettkampf der schnellsten Grossrechner der Welt. Dies geht aus dem neusten Ranking von Top500.org hervor, das an der Internationalen Supercomputer Konferenz in Frankfurt am Main veröffentlicht wurde.

Die neue Nummer 1 der Grossrechner der Welt heisst «Sunway Taihu Light» und bewältigt im so genannten Linpack-Testlauf 93 Petaflops pro Sekunde. «Peta» steht für Billiarde, «flop» für «floating point operation». Dieser Rechner führt damit die Wahnsinnszahl von 93'000'000'000'000'000 Fliesskommaberechnungen pro Sekunde durch. «Sunway Taihu Light» rechnet damit doppelt so schnell wie der vorherige Spitzenreiter Tianhe-2, der ebenfalls aus China stammt.

China nabelt sich weiter ab

Lange war das technologischen Rennen um den schnellsten Supercomputer eine exklusive Veranstaltung zwischen Firmen der USA und Japans. Doch nun haben die Chinesen einen weiteren Meilenstein geschafft: Nicht nur besitzen sie nun mehr Superrechner als die USA insgesamt – sondern erstmals läuft ihr Rechner nun ausschliesslich mit einheimischer Technologie: Weder die Hardware von Intel, IBM oder Cray sind im Sunway Taihu Light verbaut.

China zählt laut Top500 momentan 167 Supercomputer, vor den USA mit 165 und Japan mit 29. Die Rechner werden für so komplexe Aufgaben wie Wettervorhersagen oder Atomwaffenherstellung gebraucht. Der schnellste Computer Europas steht in Lugano und wird von der ETH betrieben. Der Grossrechner namens «Piz Daint» belegt Platz 8 und basiert auf US-Technologie von Cray.

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