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Ostschweiz
Chinesen planen Jobaufbau bei Sigg

Sigg: Die Trinkflaschen werden in Frauenfeld produziert. Keystone

Der neue Sigg-Eigentümer bekennt sich zum Standort Frauenfeld. Die Chinesen möchten die Produktion sogar ausbauen, die Belegschaft soll um ein Drittel wachsen.

Veröffentlicht am 30.03.2016

Der traditionsreiche Schweizer Trinkflaschenhersteller Sigg bleibt dem Schweizer Standort treu – auch mit dem neuen chinesischen Besitzer. Das Unternehmen stellt in Frauenfeld sogar zusätzliches Personal ein.

Sämtliche Aluminium- und Kunststoffflaschen sollen weiterhin zu 100 Prozent in der Schweiz produziert werden, wie Sigg am Dienstag mitteilte. Der neue Eigentümer, die chinesische Firma Hears Vacuum Containers, spreche sich deutlich für die Produktion und zusätzliche Arbeitsplätze in der Schweiz aus.

Jobaufbau im grossen Stil

Die gesamte Sigg-Belegschaft soll in den kommenden 24 Monaten um 30 Prozent vergrössert werden. Mehr als die Hälfte dieser zusätzlichen Mitarbeiter werde ihren Arbeitsplatz in Frauenfeld haben, heisst es in der Mitteilung. Derzeit arbeiten in Frauenfeld rund 70 Personen für Sigg.

Dass Sigg an die chinesische Firma Hears verkauft werden soll, wurde vergangenen Oktober bekannt. Damals hatte die «Neue Zürcher Zeitung» erstmals über die Kaufabsicht berichtet. Im Februar berichtete dann die SRF-Sendung «Schweiz aktuell», die Mitarbeiter seien über den Verkauf informiert worden. Der Verkaufspreis betrage 16,1 Millionen Franken, hiess es damals.

Erstes Zeichen des neuen Eigentümer

Das Unternehmen bestätigte die Angaben nie offiziell. Unterdessen scheint der Verkauf aber vollzogen zu sein. Die Mitteilung vom Dienstag ist die erste, in der Hears offiziell als neuer Eigentümer aufgeführt wird.

Hears produziert selbst auch Trinkflaschen. Sigg unterhielt zuerst eine Lieferanten-Kunden-Beziehung zur chinesischen Firma. Daraus habe sich eine verlässliche Partnerschaft entwickelt, die schliesslich auf die Übernahme hinauslief, heisst es in der Mitteilung. Die letzten rund 13 Jahre hatte Sigg dem amerikanischen Beteiligungsfonds Riverside gehört.

(sda/ise/me)

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