Chinas Chip-Riese will in den nächsten fünf Jahren umgerechnet fast 48 Milliarden Franken investieren und damit zur Nummer drei der Branche aufsteigen. Damit würde Tsinghua den US-Konkurrenten Qualcomm überholen.

Die chinesische Firma befinde sich in Gesprächen mit einem US-Unternehmen, das in der Halbleiterindustrie aktiv sei, sagte der Verwaltungsratsvorsitzende von Tsinghua, Zhao Weiguo, am Montag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Bau einer neuen Fabrik

Eine Transaktion, bei der es allerdings nicht um einen Mehrheitsanteil gehe, könne bis Ende November stehen. Weitere Details wollte er nicht nennen. Zugleich kündigte der Manager an, Tsinghua verhandele mit einem Speicherchip-Grosskonzern über den Bau einer neuen Fabrik in der Volksrepublik.

Derzeit ist Qualcomm die Nummer drei in der Chipbranche, hinter Samsung Electronic und Marktführer Intel. «Die nächsten fünf Jahre sind der Schlüssel», sagte Zhao. Derzeit importiere die Volksrepublik mehr Halbleiter als Rohöl. Der vom Staat gestützte Tsinghua-Konzern befindet sich seit rund zwei Jahren auf Einkaufstour und gab bisher mehr als 8,7 Milliarden Euro aus – unter anderem für Anteile an dem Datenspeicher-Anbieter Western Digital und Powertech Technology aus Taiwan.

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(reuters/ise)